Um ihre Versorgung mit wichtigen Mineralien zu verbessern und ihre Abhängigkeit von China zu verringern, hat die Europäische Union 13 neue strategische Rohstoffprojekte außerhalb ihrer Grenzen ausgewählt, berichtet Mining.com. Diese Projekte erstrecken sich auf 13 Länder, darunter Kanada, Grönland und Kasachstan, und haben ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 5,5 Mrd. €. Die Initiative ist Teil des im Jahr 2023 verabschiedeten EU-Gesetzes über kritische Rohstoffe.
Dieses Gesetz legt ehrgeizige Ziele für den Abbau, die Verarbeitung und das Recycling im Inland bis zum Jahr 2030 fest. Das Ziel besteht darin, mindestens 10% der Materialien im Inland zu beziehen und die Recyclingbemühungen zu verstärken. Die Projekte konzentrieren sich vor allem auf für Batterietechnologien wichtige Materialien wie Lithium, Kobalt, Mangan und Graphit sowie auf Seltene Erden, die für verschiedene Hightech-Anwendungen unerlässlich sind.
Zu den ausgewählten Projekten gehören die kanadische Nickellagerstätte Dumont in Quebec, die eine der weltweit größten unerschlossenen Nickelsulfidreserven beherbergt, sowie das Lithiumprojekt Jadar von Rio Tinto in Serbien, das bis zu 90% des europäischen Lithiumbedarfs decken könnte. Weitere wichtige Initiativen sind die Graphitgewinnung in der Ukraine und in Grönland.
Letzteres hat aufgrund des jüngsten politischen Interesses auf internationaler Ebene an geopolitischer Bedeutung gewonnen. Mit diesen neuen Projekten erweitert die EU ihr globales Netzwerk strategischer Rohstoffinitiativen auf 60 und ergänzt die 47 Projekte, die im März in den Mitgliedstaaten genehmigt wurden. Damit setzt die EU ihre Bemühungen fort, wichtige Ressourcen zu sichern und die Abhängigkeit von externen Lieferanten zu verringern.
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