Die Provinzführer Kanadas kamen in Saskatoon zusammen, um Premierminister Mark Carney dazu aufzufordern, Infrastrukturprojekten für den "Aufbau der Nation" Priorität einzuräumen, berichtet Mining.com. Dazu zählen unter anderem neue Ölpipelines, Stromnetze, Minen für Mineralien, Häfen und Eisenbahnen. Ziel des Treffens war es, Initiativen zu identifizieren und zu beschleunigen, die die heimische Wirtschaft stärken und die Handelsbeziehungen über die Vereinigten Staaten hinaus diversifizieren könnten. Dies entspreche Carneys Wahlversprechen.
Der Schwerpunkt lag dabei auf der Steigerung der Energieexporte, insbesondere von Öl und Gas. Gleichzeitig betonten die Staats- und Regierungschefs die Bedeutung des Ausbaus der nationalen Infrastruktur, um die Abhängigkeit von externen Märkten und internen Handelsschranken zu verringern und eine autarkere Wirtschaft zu fördern.
Unstimmigkeiten über Pipelinetrassen und Projektprioritäten stellen jedoch eine Herausforderung dar, heißt es. So hob der Premierminister von Alberta die Bedeutung von Pipelines für den Ölexport hervor, während die Vertreter von British Columbia Vorbehalte gegen Routen durch ihre Provinz äußerten, insbesondere gegen solche, die durch den Norden von British Columbia führen. Einige führende Politiker sehen unterdessen Potenzial in alternativen Handelsrouten über die Hudson Bay, die eine Verbindung zum Atlantischen Ozean herstellen würden, wenngleich logistische und investitionsbedingte Hürden bestehen bleiben.
Die westlichen Provinzen sprachen sich für einen Wirtschaftskorridor von Prince Rupert zur Hudson Bay aus, um den Transport von Ressourcen zu fördern. Ein Konsens über konkrete Projekte und Zeitpläne wurde jedoch noch nicht erreicht. Ziel des Treffens ist die Ausarbeitung eines gemeinsamen Plans zur Förderung dieser Infrastrukturinitiativen und zur Stärkung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit Kanadas.
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