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Öl und Gas aus Niedersachsen: Heimvorteil auch in Zukunft nutzen!

06.12.2013  |  vom Unternehmen
• Niedersächsischer Wirtschaftsminister Olaf Lies: "Wintershall ist wichtiger Wirtschaftsmotor"

• Bachmann: "Wir brauchen Erdöl und Erdgas. Daran ändert auch die Energiewende nichts."

• Festakt mit 400 Gästen aus Politik und Wirtschaft

Barnstorf/Hannover. In Niedersachsen wird der Heimvorteilgenutzt: zwischen Ems und Elbe wird seit Jahrzehnten heimisches Erdöl und Erdgas gefördert. Wintershall produziert am Standort Barnstorf (Kreis Diepholz) bereits seit 60 Jahren die wertvollen Rohstoffe. Selbst die erste, historische Bohrung in der Gemeinde aus dem Jahr 1953 ist immer noch in Betrieb: 5000 Mal am Tag macht die Pferdekopfpumpe dort ihr Nickmännchen. "Öl und Gas sind immer noch bedeutende Wirtschaftsfaktoren in Niedersachsen", sagt Joachim Pünnel, Leiter Wintershall Deutschland. 600 Millionen Euro fließen pro Jahr als Förderabgabe auf heimisches Öl und Gas an das Land. Zum Vergleich: Das ist das Dreifache von dem, was Niedersachsen aus seiner 20prozentigen Landesbeteiligung an VW als Dividende erhält. "Ob das so bleibt, hängt maßgeblich davon ab, ob sich die Politik weiterhin zur heimischen Erdöl- und Erdgasförderung bekennt", sagte Pünnel anlässlich eines Festaktes zur Gründung der Wintershall- Aktivitäten in Barnstorf vor 60 Jahren.

Deutschland befinde sich in einem weltweiten Wettbewerb um die wichtigsten Energierohstoffe, betonte Martin Bachmann, Vorstandsmitglied der Wintershall für Exploration und Produktion: "Deutschland braucht Energierohstoffe. Wir sind noch lange auf Öl und Gas angewiesen. Daran ändert auch die Energiewende nichts. Kein Medikament, kein Windrad, kein iPad ohne Öl. Und ohne Erdgas gehen uns auf dem Weg ins Grüne die Lichter aus", mahnte Bachmann. Deutschland verfügt noch über relevante eigene Ressourcen, die einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung leisten können. 95 Prozent des deutschen Erdgases lagert zwischen Ems, Elbe und Nordsee. Derzeit deckt die heimische Förderung knapp zwölf Prozent des deutschen Erdgasbedarfs. "Theoretisch können wir das Niveau für mindestens 100 weitere Jahre halten", so Bachmann. Praktisch erlebe Niedersachsen allerdings das Gegenteil: Allein 2012 ist die Gasproduktion um rund zehn Prozent gefallen, weil Genehmigungen ausbleiben – auch für die seit Jahrzehnten erprobte Förderung konventioneller Vorkommen.


Forsa-Umfrage: Deutschland soll Heimvorteil nutzen

Dabei herrsche grundsätzlich Konsens, dass Deutschland die heimische Förderung auch in Zukunft brauche, so Bachmann. Unter Experten, aber ebenso in der breiten Bevölkerung. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes forsa: 83 Prozent der Deutschen sind demnach fest davon überzeugt, dass es auch künftig nicht ohne fossile Energieträger geht. Rund zwei Drittel setzen nach der aktuellen Umfrage bei der Versorgungssicherheit auf eine Kombination aus heimischer Förderung und Importen aus dem Ausland. Und über die Hälfte der Deutschen hält es demnach für wichtig oder sogar sehr wichtig, dass Öl und Gas auch weiterhin hier gefördert werden. Auch über die Verwendung der mehr als 600 Millionen Euro Förderabgaben auf Erdöl und Erdgas in Niedersachsen haben die Bürger ein klares Bild: Das Geld soll vor allem für Investitionen in Bildung und Forschung genutzt werden.

"Unsere Aktivitäten in Deutschland leisten nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung, sondern auch für die Entwicklung neuer Technologien", so Pünnel. Bis heute habe Wintershall rund 40 Millionen Tonnen heimisches Erdöl gefördert - so viel, wie Saudi-Arabien in 20 Jahren Deutschland liefert. Hinzu kommen rund 70 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Mit Forschungsprojekten und der Ausbildung junger Menschen am Standort Barnstorf stelle Wintershall die Weichen dafür, "dass dies möglichst auch in Zukunft so bleibt."


Wirtschaftsminister: Förderverfahren weiter verbessern

"Wintershall Deutschland gehört nicht nur zu den Pionieren der deutschen Erdöl- und Erdgasindustrie. Das Unternehmen ist auch ein wichtiger Wirtschaftsmotor an den unterschiedlichen Standorten in Niedersachsen und sorgt für hochwertige Arbeitsplätze", hob der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies in seiner Festansprache vor mehr als 400 Gästen aus Politik und Wirtschaft hervor.

"Damit Niedersachsen auch in Zukunft das Erdöl- und Erdgasland in Deutschland bleibt, gilt es, die bislang in der Förderung eingesetzten Verfahren weiter zu verbessern", sagte Lies: "Es muss gelingen, diese Herausforderung nicht nur wirtschaftlich, sondern vor allem umweltschonend und mit größtmöglicher Akzeptanz zu lösen."

Barnstorf ist Zentrum der heimischen Förderung von Wintershall, Deutschlands größtem, international tätigen Erdöl- und Erdgasproduzenten. Hier entsteht entscheidendes Know-how zu Bohr- und Fördertechniken – auch für den internationalen Einsatz. Denn aufgrund der geologisch anspruchsvollen Förderstätten bilde die heimische Förderung für Wintershall ein Innovationszentrum für neue Technologien, so Bachmann. Hieran arbeite Wintershall und auch hierzu "brauchen wir die heimische Förderung". Die eigene Forschungskompetenz, hohe geologische und rechtliche Anforderungen in Deutschland sowie der weltweit anerkannte tägliche Umgang mit hohen Umweltstandards sei die Grundlage kontinuierlicher Innovationen.


Technologie made in Germany als internationale Eintrittskarte


Eintrittskarte für wichtige Großprojekte in Russland und Argentinien ist etwa die Förderung von Tight Gas in Deutschland. Dies gilt auch für die Förderung aus Sauergas-Feldern – eine in Deutschland entwickelte Technologie, die Wintershall beispielsweise Zugang zu einem Gasförderprojekt in Abu Dhabi ermöglicht hat. Ebenso bedeutsam sind Technologien, mit denen sich die Ölförderung aus bestehenden Feldern erhöhen lässt. Hier forscht Wintershall mit dem Mutterkonzern BASF aktuell in einem Feldversuch in Bockstedt bei Barnstorf, um die Erdölausbeute mithilfe des aus einem Pilz gewonnenen Biopolymers Schizophyllan zu steigern. Und dies auf umweltverträgliche Weise, denn das Biopolymer ist vollständig biologisch abbaubar.


Barnstorf - seit 60 Jahre Zentrum der heimischen Förderung

Wintershall hat vor 60 Jahren begonnen, in der Region Barnstorf Erdöl und Erdgas zu fördern. Die erste Ölbohrung im Barnstorfer Nachbarort Aldorf produziert seit 1953 Erdöl. Bereits am 6. April 1954 legte das Unternehmen in Barnstorf auf einem Areal von 175.000 Quadratmetern in der Rechterner Straße den Grundstein für das heutige Verwaltungsgebäude und Betriebsgelände. Am 22. November 1954 wurden dann die Erdölwerke Niedersachsen gegründet, die heute unter Wintershall Deutschland firmieren.


Die Wintershall Holding GmbH mit Sitz in Kassel ist eine 100-prozentige Tochter der BASF in Ludwigshafen und seit mehr als 80 Jahren in der Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas aktiv. Wintershall konzentriert sich bewusst auf ausgewählte Schwerpunktregionen, in denen das Unternehmen über ein hohes Maß an regionaler und technologischer Expertise verfügt. Dies sind Europa, Nordafrika, Südamerika sowie Russland und der Raum am Kaspischen Meer. Ergänzt werden die Aktivitäten zunehmend durch Exploration in der Region Middle East. Das Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 2500 Mitarbeiter aus 40 Nationen und ist heute der größte international tätige deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent.

Wintershall. Wir fördern Zukunft.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.wintershall.com und www.heimische-foerderung.de oder folgen Sie uns auf Twitter, Facebook und Youtube.



Wintershall Holding GmbH
Michael Sasse
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