Die Aktie von K+S steht vor einer Richtungsentscheidung. Seit mehreren Wochen läuft der Wert seitwärts, nachdem die Aktie Ende Juli einen deutlichen Kurseinbruch hinnehmen musste. Analyst Lars Hettche von Bankhaus Metzler hat die K+S-Aktie auf "Verkaufen" mit Kursziel 17,00 Euro.
Es gibt neue Spekulationen am Markt, dass die Kali-Allianz zwischen Russland und Weißrussland schon bald wieder aufleben könnte. Offenbar hat Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko vor kurzem gegenüber Journalisten gemeint, dass er eine Auslieferung von Uralkali-Chef Vladislav Baumgertner an Moskau für möglich hält. Allerdings fordert Lukaschenko Schadenersatz. Schließlich sei durch Baumgertners Äußerungen und durch die Aufkündigung der Vertriebsallianz erheblicher Schaden für die weißrussische Belaruskali entstanden.
Moskau hat ebenfalls Entgegenkommen signalisiert. So soll Baumgertner auch nach seiner möglichen Auslieferung an Moskau weiter unter Arrest stehen, wodurch Weißrussland nicht sein Gesicht verlieren würde.
Eine Annäherung zwischen beiden Parteien und eine mögliche Wiederaufnahme der Vertriebsallianz zwischen der russischen Uralkali und der weißrussischen Belaruskali könnten die Kalipreise stützen.
Für Analyst Lars Hettche, Bankhaus Metzler, ist die K+S-Aktie im Moment dennoch kein Kauf: "Für mich sind momentan die Risikofaktoren bei K+S einfach zu hoch, um ein Investment auf dem aktuellen Niveau zu rechtfertigen", so Hettche. "Die Kalipreise stehen weiterhin unter Druck, und das Risiko eines relativ starken Gewinneinbruchs in den Jahren 2014 und 2015 erscheint mir sehr, sehr hoch."
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