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Gazprom: Bessere Gas-Versorgung Japans geplant

07.05.2012  |  EMFIS
Moskau - (www.emfis.com) - Aufgrund der Atom-Katastrophe in Japan hatte sich das asiatische Land dazu entschieden, seine Atomkraft-Werke kontinuierlich zurückzufahren. Um dem so eventuell entstehenden Energie-Problem entgegenzuwirken, führte Japan unlängst Gespräche mit dem russischen Energie-Giganten Gazprom.

Im Einzelnen handelt es sich um den Bau einer Gas-Pipeline zwischen Russland und Japan, um die Versorgung mit dem flüchtigen Energieträger in dem asiatischen Land zu verbessern und die Exporte Gazproms nach Japan zu erhöhen. Die Verhandlungen, welche unlängst zwischen Repräsentanten Gazprom und der japanischen Regierung geführt wurden, hatten unter anderem eine entsprechende Kooperation bezüglich des Pipeline-Baus zum Inhalt. Presseberichten zufolge wurden einige dahingehende Möglichkeiten diskutiert.


Zusätzliches LNG-Werk in Planung

Allerdings war dieses mögliche Vorhaben nicht das einzige Thema in den Gesprächen. Denn auch die Möglichkeit eines Transportes von Flüssiggas wurde zusätzlich in Erwägung gezogen. Um die LNG-Exporte steigern zu können, wollen die Russen die Kapazitäten in dem Flüssiggas-Werk in Sakhalin ausbauen. Auch ein neues Werk könnte eventuell errichtet werden, um den Gas-Bedarf Japans decken zu können. Eine dementsprechende Studie wird derzeit von Gazprom und dem japanischen Unternehmen Japan Far East Gas entwickelt, welche die Errichtung des Werks in Wladiwostock  mit einer Kapazität von zehn Millionen Tonnen jährlich vorsieht. Sollte die Studie erfolgreich verlaufen, könnte Medienberichten zufolge mit dem Bau des geplanten LNG-Werks bereits 2013 begonnen werden.

Der geplante Bau einer Gas-Pipeline sowie die mögliche Errichtung eines zusätzlichen LNG-Werks dürfte für Gazprom als auch für Japan eine profitable Lösung darstellen. Denn die Russen könnten auf diese Weise ihre Gas-Verkäufe in die Höhe fahren und somit den Forderungen der russischen Regierung nachkommen. Und da Japan sich immer mehr von der Atom-Energie abwenden will und das Land über sehr wenige bis gar keine Rohstoff-Vorkommen verfügt, dürfte der angestrebte Pipeline-Bau sowie der LNG-Import das eventuell auftretende Energie-Problem zumindest teilweise lösen.
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