RTE Moskau - (www.emfis.com) - Europa friert und einzelne Länder machen sich Sorgen bezüglich der Gasversorgung aus Russland. Nun räumte der russische Energie-Gigant Gazprom Lieferengpässe ein. Erfreulich ist jedoch, dass die Gesellschaft mittlerweile ihre Gas-Produktion massiv hochgefahren hat, um den gestiegenen Bedarf vollumfänglich decken zu können.
Wie Gazprom kürzlich mitteilte, sollte aufgrund der eisigen Kältewelle der sehr hohe Gas-Bedarf zuerst im eigenen Land gedeckt werden. Dies hatte zur Folge, dass es bei den Russen in den letzten Tagen zu Lieferkürzungen in die Europäische Union in Höhe von 30 Prozent gekommen war. Wie der staatliche Energie-Riese nun bekannt gab, wurde die Fördermenge aktuell auf das absolute Maximum von 1,6 Milliarden Kubikmeter Gas täglich erhöht, um bei eisigen Temperaturen von bis zu minus 50 Grad in Sibirien und Russland den Gas-Fluss nicht versiegen zu lassen. Der Verbrauch des flüchtigen Energieträgers kletterte insgesamt erstmals auf über zwei Milliarden Kubikmeter pro Tag.
Auch Lagerbestände werden angezapft
Da auch die maximale Fördermenge daher nicht ausreicht, um die Nachfrage zu stillen, zapften die Russen mittlerweile sogar zusätzliche Lager an. Russlands Präsident Putin machte für die in jüngster Vergangenheit erfolgten Engpässe vor allem die Verzögerungen beim Bau des zweiten Strangs der Ostsee-Pipeline Nord-Stream verantwortlich. So teilte Putin mit, dass weitere Gas-Leitungen nach West-Europa sehr notwendig seien.
Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass Gazprom nun alles daransetzt, um die eisige Kältewelle erträglicher zu machen. Für die Russen stellt die enorme Produktions-Erhöhung des flüchtigen Energieträgers naturgemäß eine gute Sache dar. Dies dürfte Umsätze und Gewinne in die Höhe schrauben, wovon letztlich auch der Aktienkurs von Gazprom profitieren könnte.
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