RTE London - (www.emfis.com) - Im Zuge der gegenwärtigen Bergbau-Nationalisierungs-Debatte in Südafrika hat der britische Minen-Konzern Anglo American eindringlich darauf hingewiesen, dass das Engagement ausländischer Firmen den Wohlstand der Bevölkerung erkennbar steigert.
Durch unternehmerische Minen-Entwicklungsprogramme hat das Unternehmen seit 2008 15.000 zusätzliche Arbeitsplätze in den Kap-Staat geschaffen. Bis 2015 sollen es mehr als 25.000 Jobs werden. Bislang lehnt die südafrikanische Regierung die Pläne des African National Congress (ANC) bezüglich einer stärkeren Nationalisierung des Bergbau-Sektors ab. Und die Behörden dürften gut beraten sein, an dieser Einstellung festzuhalten.
Nationalisierungsbewegung schadet Bevölkerung
Denn letztlich würden derartige Maßnahmen der Bevölkerung eher schaden als nutzen und die von der Regierung angekündigte Schaffung von fünf Millionen neuen Arbeitsplätzen bis 2020 nahezu unmöglich machen. Würde der ANC mit seiner Forderung durchkommen, müssten ausländische Minen-Gesellschaften im schlimmsten Fall mit (Teil)-Enteignungen rechnen. Dass man unter diesen Umständen die Investitionen merklich zurückfahren - wenn nicht gar ganz einstellen würde – liegt auf der Hand.
Bei einer vernünftigen Abwägung der gegenseitigen Interessen dürfte die südafrikanische Regierung zu dem Schluss kommen, dass Enteignungen ausländischer Konzerne für die wirtschaftliche Entwicklung Südafrikas alles andere als optimal sind. Denn so ausbeuterisch und egozentrisch - wie von manchen behauptet - ist die Mehrzahl der internationalen Minen-Betreiber beileibe nicht.
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