RTE Stuttgart - (www.rohstoffe-go.de) - Die Rohstoffexperten der CPM Group sind der Ansicht, dass die Molybdänproduktion in den kommenden Jahren nicht mit der erwarteten robusten Nachfrage Schritt halten können wird - und rechnen deshalb mit deutlich steigenden Preisen.
Zwischen 2009 und 2012 rechnen die Experten mit einem Anstieg des Molybdän-Verbrauchs - Molybdän wird bei der Stahlherstellung eingesetzt - um 9,2%. Gleichzeitig seien erst für 2013 einige wahrscheinliche Molybdänprojekte in Aussicht, wobei auch für diese noch erhebliche Risiken bestünden, hieß es weiter. Allerdings erwartet CPM erst im ersten Quartal 2011 wieder einen Anstieg der Molybdänpreise, wenn die Lager wieder gefüllt würden.
An den europäischen Spotmärkten wird das Metall derzeit bei rund 15,20 USD pro Pfund gehandelt, nachdem im April noch rund 18 USD gezahlt wurden. Der größte Molybdänproduzent der Welt ist China, das für rund 35% des Marktes verantwortlich zeichnet, der auf mehr als 425 Mio. Pfund geschätzt wird. 25% des Verbrauchs stammen von Edelstahlherstellern. Nach Aussage der Experten der CPM Group sei China im zweiten Quartal 2010 wieder zum Molybdänexporteur geworden.
Man erkenne an der Preisentwicklung des Metalls die zyklischen Auffüll- und Entleerungstrends der Lager am Markt. Die Wiederaufnahme der Lagerauffüllung im Stahlbereich könnte zur Produktionsaufnahme bei mehreren Minen führen, so die Experten weiter. Man rechne mit einem Anstieg der chinesischen Produktion um mehr als 11% im laufenden Jahr, gehe aber davon aus, dass die Molybdännachfrage deutlich schneller wieder anziehe als das Angebot.
Laut CPM sei 2010 und 2011 ein Anstieg der Molybdännachfrage von durchschnittlich 10,2% zu erwarten, während das Angebot aus der Minenproduktion lediglich um 3,9% wachsen sollte. Jedwede Verzögerung bei der Inbetriebnahme neuer Minen würde deshalb den Markt in ein noch größeres Defizit führen.
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