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Ölpreis im Baisse-Modus!

26.10.2018 | 11:08 Uhr | Schallenberger, Frank, LBBW
Die Rohstoffpreise tendierten in den letzten Tagen schwächer. Zu den stärksten Abschlägen kam es dabei im Energiebereich. Der Bloomberg Commodity Index (Spot) ist wieder deutlich unter die Marke von 360 Punkten zurückgefallen. Seit Jahresbeginn liegen die Preise für Brent und WTI (+18% bzw. +14%) im Universum des Bloomberg Commodity Index weiter vorne. Die stärksten Abschläge sind bei Zink und Sojaöl (jeweils -17%) sowie bei Kupfer (-19%) zu verzeichnen.



Marktkommentar: Wie weit fallen Brent & Co.?

Der Ölpreis (Brent) ist mit knapp 67 USD ins Jahr 2018 gestartet. Ein kräftiges Weltwirtschaftswachstum in Verbindung mit einer starken Ölnachfrage sowie Sorgen auf der Angebotsseite haben den Preis deutlich ansteigen lassen. Mit knapp 87 US-Dollar wurde Anfang Oktober das Jahreshoch markiert. Seitdem ging es mit dem Ölpreis jedoch recht kräftig nach unten. Bis auf rund 75 USD hat Brent zuletzt nachgegeben. In nur drei Wochen ist die Notierung damit um ca. 14% eingebrochen.

Der Auslöser für die jüngste Baisse beim Ölpreis sind die Turbulenzen an den Aktienmärkten. Die Talfahrt bei DAX & Co. könnte schließlich darin begründet sein, dass dunklere Wolken am Konjunkturhimmel aufziehen und eine mögliche stärkere Abschwächung beim Weltwirtschaftswachstum eben bereits jetzt schon am Markt in Form von fallenden Aktiennotierungen eskomptiert wird.

Daraus könnten sich auch Auswirkungen auf den Ölmarkt in Form einer schwächeren Dynamik beim künftigen Wachstum der Ölnachfrage ergeben. Den Abwärtstrend haben zudem die jüngsten Daten zu den US-Öllagerbeständen unterstützt, die in der letzten Woche zum fünften Mal in Folge zulegen konnten und zuletzt einmal mehr recht kräftig um 6,3 Mio. Barrel anstiegen.

Dennoch dürfte der Preisrutsch beim Ölpreis demnächst sein Ende finden, denn an bullishen Faktoren mangelt es weiterhin nicht. So dürfte das Weltwirtschaftswachstum auch 2019 mit 3,7% ein recht hohes Niveau erreichen, so dass die Ölnachfrage im kommenden Jahr vermutlich um 1,3 mbpd zulegen wird. Zudem ist auf der Angebotsseit mit einer weiter sinkenden Produktion im Iran zu rechnen. In den letzten vier Monaten ist der Output der Islamischen Republik bereits um 0,45 mbpd gefallen.

Mit dem Einsetzen der US-Sanktionen Anfang November ist in den nächsten Monaten mit einem weiteren Rückgang um rund 0,5 mbpd zu rechnen. Auch die Produktion in Venezuela könnte vor dem Hintergrund der chaotischen wirtschaftlichen Verhältnisse der Südamerikaner weiter abbröckeln. Damit spricht vieles für eine baldige Stabilisierung beim Ölpreis. Im Bereich zwischen 70 und 75 USD dürfte Brent in den nächsten Tagen einen Boden finden.







© Dr. Frank Schallenberger
Commodity Analyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



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