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Ölpreisprognose angehoben!

09.05.2018 | 15:51 Uhr | Schallenberger, Frank, LBBW
Performance und Indizes

Die wichtigsten Rohstoffindizes haben zuletzt weiter seitwärts tendiert. Der Bloomberg Commodity Index (Spot) notierte immer noch leicht unterhalb des Jahreshochs bei etwa 370 Punkten. In den letzten Tagen konnten vor allem Energierohstoffe zulegen. Agrarrohstoffe tendierten dagegen relativ schwach. Seit Jahresbeginn liegen unter den wichtigsten Rohstoffen weiterhin vor allem WTI (+19%) und Brent (+17%) stark im Plus. Den größten Abschlag verzeichnete bislang Zucker mit einem Minus von 24%.



Marktkommentar: Öl erreicht 3,5-Jahreshoch!

Der Ölpreis hat in den letzten Tagen das höchste Niveau seit November 2014 erreicht. Der letzte Schub wurde durch die Ankündigung der USA ausgelöst, aus dem Atomabkommen mit dem Iran auszusteigen. Seit der Aufhebung westlicher Sanktionen gegen den Iran Anfang 2016 hat der Output der Islamischen Republik um ca. 1 mbpd auf zuletzt 3,75 mbpd zugenommen. Die Exporte kletterten sogar um 1,2 mbpd auf zuletzt 2,5 mbpd. Die direkten Auswirkungen von USSanktionen gegen Iran dürften sich am Ölmarkt vorerst in Grenzen halten, da die USA kaum Öl aus dem Iran importieren.



Die wichtigsten Käufer für iranisches Öl kommen aus China (0,7 mbpd), Indien (0,6 mbpd), Europa (0,5 mbpd) und Japan/Südkorea (0,2 mbpd). Zudem könnte die OPEC momentan mühelos eine gedrosselte Förderung aus dem Iran ausgleichen. Allerdings tragen mögliche US-Sanktionen nicht gerade zur Entspannung der Angebotssituation am Ölmarkt bei.



Zudem stellt sich die Frage, ob ein geringerer Output aus dem Iran insbesondere Saudi-Arabien momentan nicht sogar in die Hände spielt. Dem Königreich dürfte vor dem Hintergrund des anstehenden Börsengangs von Saudi-Aramco ein weiterer Anstieg des Ölpreises nicht ungelegen kommen!

Das Dilemma des Ölmarkts besteht weiterhin darin, dass außer den USA keine Ölnation ihre Förderung nennenswert ausweitet. Auf der anderen Seite hält die OPEC das Angebot knapp. In Verbindung mit einem weiter recht starken Weltwirtschaftswachstum und einer damit verbundenen starken Ölnachfrage könnte sich das aktuelle Angebotsdefizit am Ölmarkt sogar noch ausweiten. Vor diesem Hintergrund dürfte der Ölpreis weiter zulegen. Wir haben daher unsere Prognose erhöht und rechnen jetzt mit Brent-Preisen von 80 USD/Barrel per Mitte 2019.


© Dr. Frank Schallenberger
Commodity Analyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihren Anlageberater.
 
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