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Barrick Mining schon am Ende der Abwärtsbewegung?

09:10 Uhr  |  Christian Jubelt

Die Euphorie des Jahresauftakts ist beinahe schon im gesamten Sektor verflogen. Der gestrige Wochenstart trieb hierbei weitere Falten auf die Stirn und schuf gegebenenfalls vereinzelt auch graue Haare. Doch wie bereits häufig erlebt, endete der Wochenauftaktsschrecken mit einer „Segnung“ aus Übersee rund um die Mittagszeit. So auch beim kanadischen Goldminenkonzern Barrick Mining (zuvor Barrick Gold) geschehen, doch mehr dazu im Nachgang.

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Quelle Chart: stock3


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Quelle Chart: StockCharts.com


Fazit:

Im XETRA-Handel startete die Barrick Mining bereits mit einem kräftigen Gap-Down und dies auch noch deutlich unterhalb der Unterstützung von 31,30 EUR. Die gleichzeitige Unterschreitung des in der Vorwoche noch nicht touchierten gleitenden 200-Tage-Durchschnitts (EMA – aktuell bei 31,75 EUR) lastete nicht minder auf den Nerven der Aktionäre. Der Auftakt in die neue Woche hätte nicht düsterer starten können, und doch konnte zunächst die unmittelbare Korrekturfortsetzung gestoppt werden.

Vom Tiefpunkt bei 30,15 EUR konnte im weiteren Verlauf nicht nur das Gap geschlossen werden, sondern auch der Durchschnitt mit einem Schlussstand von 32,41 EUR verteidigt werden. Ob diese jetzt der Startschuss einer Erholungsbewegung nachhaltiger Natur sein wird, bleibt abzuwarten. Denn faktisch dürfte die Volatilität hoch bleiben und damit einhergehend die Gefahr der Unterschreitung entsprechend benannter Level bisher nicht gänzlich vorüber sein. Ein Verweilen oberhalb der am Montag touchierten Zone von 31,30 bis 31,75 EUR wäre jedenfalls positiv zu werten, sodass in weiterer Folge ein Erholungslauf bis zum frischen Widerstand von 35,61 EUR starten könnte.

Bleiben die Bullen am Ball, erscheinen sogar weitere Zugewinne bis in den Bereich von 39,20 EUR denkbar. In diesem Fall wäre der größte Schaden bereinigt und eine generelle Wiederkehr der bullischen Grundstimmung zu erwarten. Ganz anders sieht es aus, sofern die Kurse doch wieder gen Süden abdrehen. Neue Mehrmonatstiefs unterhalb von 30,15 EUR würden den Trend dabei zusätzlich anheizen, sodass die nächsttiefere Unterstützung weitere mehr als -10% entfernt liegt. Konkret müsste man unterhalb von 30,00 EUR mit einer Korrekturausdehnung bis mindestens 26,37 EUR kalkulieren, bevor darunter erst bei 23,85 EUR mit einem Wiederaufkeimen der Nachfrage gerechnet werden darf.

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Quelle Chart: stock3


Long Szenario:

Ein Lichtblick zum Wochenauftakt, mehr aber auch nicht. Somit ist es aktuell wichtiger denn je, dass die Käufer diesen Umkehrschwung mitnehmen und die Aktie bis zum Widerstand von 35,61 EUR hinaufführen. Ein Anstieg darüber würde weitere Perspektiven bis zum nächsten Level von 39,20 EUR in Aussicht stellen.


Short Szenario:

Mit rund -34% an Kursverlusten seit dem Höchststand befindet sich die Aktie in einem klaren Korrekturmodus. Dessen unmittelbare Fortsetzung würde sich mitsamt Unterschreitung des letzten Reaktionstiefs von 30,15 EUR aktivieren, sodass neben dem Unterstützungsbereich von 26,37 EUR sogar Anschlussverluste bis 23,85 EUR auf die Agenda rücken könnten.


© Christian Jubelt
Finanzanalyst
www.TA4YOU.com



Offenlegung gemäß § 34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.