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ENI und Gazprom in Libyen

02.10.2008  |  Rainer Hahn

RTE Stuttgart - (www.rohstoffe-go.de) - Der italienische Energiekonzern ENI überlässt dem russischen Gaskonzern Gazprom ein Drittel seines Erdölvorkommens in Libyen, nur um die Möglichkeit zu haben, in Russland zu arbeiten, schreibt die Zeitung Kommersant am Mittwoch.

Bis Ende Oktober will ENI das Geschäft abschließen und dabei Gazprom die Nutzung von einem Drittel des libyschen Erdölvorkommens Elephant zusichern. Die nachgewiesenen Erdölvorräte von Elephant belaufen sich auf etwa 68 Millionen Tonnen. Es geht dabei also um knapp zwei Milliarden US-Dollar. Als Gegenleistung verspricht Gazprom den Transport und Verkauf des Gases zu regeln, über das OAO Arktikgas verfügt, eine ehemaligen YUKOS-Tochtergesellschaft. ENI und Enel haben OAO Arktikgas im April 2007 ersteigert.

Das  Abkommen über die Verwaltung der Arktikgas-Aktiva (nachgewiesene Reserven: 900 Milliarden Kubikmeter Gas, 300 Millionen Tonnen Kondensat und 860 Millionen Tonnen Erdöl) umfasst einen Entwicklungsplan, Bedingungen für den Transport und Verkauf des Gases, Gazprom-Beteiligungen an den Projekten in Lybien sowie weitere Aktivitäten im Rahmen des "South Stream"-Projekts.