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ABO Energy sichert sich Windkraft-Tarife und erzielt weitere Erfolge

09:43 Uhr  |  DGAP

ABO Energy war bei der Mai-Ausschreibung der Bundesnetzagentur für Windkraftprojekte an Land erneut erfolgreich. Das Unternehmen erhielt Zuschläge für drei Projekte mit insgesamt 61,4 MW.

Es handelt sich um eine Windkraftanlage in Ohlenbüttel in Niedersachsen (1 x Nordex N163, 7 MW), den Windpark Hünxe in Nordrhein-Westfalen (4 x Siemens Gamesa, je 6,6 MW) und den Windpark Willingen in Hessen (4 x Norden N163, je 7 MW). Die Windparks sollen zwischen Herbst 2027 und Herbst 2028 ans Netz gehen.

In der Ausschreibungsrunde vom Mai 2026 vergab die Bundesnetzagentur insgesamt 270 Zuschläge mit einer Gesamtleistung von etwa 2,5 GW. Der durchschnittliche Zuschlagswert lag bei 5,06 Cent pro Kilowattstunde und damit unter dem Niveau der vorherigen Runde von 5,54 Cent.


Fortschritte in deutschen Projekten

Ein weiterer Erfolg für ABO Energy: In den vergangenen Wochen hat das Unternehmen zwei Windparks in Deutschland erfolgreich veräußert. Es handelt sich um das Repowering-Projekt Marpingen im Saarland (2 x Vestas V162, je 6 MW), das an Encavis verkauft wurde sowie um eine Windkraftanlage in Großenlüder (1 x Nordex N163, 6,8 MW), die KB Renewables erworben hat. Beide Projekte befinden sich derzeit im Bau und gehen bis Mitte 2027 ans Netz. In Großenlüder hat der Käufer zusätzlich die Rechte an bis zu vier weiteren Anlagen erworben, die sich noch in Planung befinden.

Außerdem wurde ein wichtiger Fortschritt bei der Entwicklung des Windparks Kranenburg erzielt, den ABO Energy bereits seit 2014 plant. Der Kreis Kleve hatte Klage gegen die Ausweisung der Windenergie- und EU-Beschleunigungsgebiete eingereicht, diese hat das Oberverwaltungsgericht Münster nun abgelehnt. ABO Energy hat kürzlich den Genehmigungsantrag für elf Nordex N175-Anlagen mit je sieben MW eingereicht. In Nordrhein-Westfalen hat das Unternehmen außerdem die Genehmigung der dritten Anlage des bereits teilweise genehmigten Windparks Unna (3 x Nordex N175, 6,8 MW) erhalten.

In der Solar- und Batteriesparte hat ABO Energy den Vertrieb für mehrere Vorhaben gestartet. Darunter sind vier Solarprojekte mit Grauspeichern: der im Bau befindliche Solarpark Würges (Hessen, 13 MWp plus 13 MW Speicherleistung), das in Kürze baureife Solarprojekt Schlangenbad (Hessen, 20 Megawatt peak plus 16 MW Speicherleistung), das kürzlich genehmigte Projekt Ober-OIm (Rheinland-Pfalz, 18,9 MWp plus 14,2 MW Speicherleistung) sowie Schömberg (Baden-Württemberg, 6,95 MWp plus 6 MW Speicherleistung), dessen Solarpark bereits im Juli 2026 ans Netz geht.


Internationale Erfolge

In Spanien treibt ABO Energy verstärkt die Entwicklung von Hybridprojekten voran, bei denen Wind- und Solarparks gemeinsam bestehende Netzanschlüsse nutzen. Dieser Ansatz gewinnt angesichts knapper Netzkapazitäten und sinkender Erlöse im Photovoltaik-Bereich an Bedeutung. ABO Energy hat bislang Verträge über 433 MW abgeschlossen, bei denen seine Windprojekte mit Photovoltaikanlagen der Vertragspartner kombiniert werden. Für ein Windprojekt mit 70 MW in Palencia hat das Unternehmen kürzlich eine Hybridisierung für zwei ebenfalls von ABO Energy entwickelte Solarprojekte mit je 50 MW unterschrieben. Beide PV-Projekte hatte der Projektentwickler an einen großen spanischen Energieversorger verkauft.

In Kolumbien hat ABO Energy eine Verkaufsvereinbarung mit der NOVVA-Gruppe für ein Solarportfolio mit insgesamt 37,8 MWac im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium geschlossen. Die Projekte liegen im Andenhochland in Zentralkolumbien und sollen Anfang 2028 ans Netz gehen.

"Im zunehmend wettbewerbsintensiven Marktumfeld der Erneuerbaren sind die Zuschläge und Projektverkäufe ein wichtiges Signal. Sie zeigen, dass wir mit unserer Strategie und unserer Projektpipeline gut aufgestellt sind, um die Energiewende in Deutschland und international weiter voranzutreiben", sagt ABO Energy-Geschäftsführer Dr. Thomas Treiling.