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Ölpreise geben leicht nach - Wiederaufnahme von Schiffstransporten

08:00 Uhr  |  Redaktion

Die Ölpreise haben am Freitagmorgen leicht nachgegeben und steuern auf deutliche wöchentliche Verluste zu. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, entspannte sich die Sorge vor Versorgungsengpässen, da immer mehr zuvor blockierte Öltanker die strategisch wichtige Straße von Hormuz verlassen konnten. Zuvor hatten die Preise am Donnerstag noch zeitweise deutlich zugelegt, nachdem neue geopolitische Spannungen die Märkte kurzzeitig verunsichert hatten.

Am Donnerstag war ein Frachtschiff nahe der Küste von Oman von einem unbekannten Projektil getroffen worden. Zwei US-Beamte erklärten gegenüber Reuters, dass Iran das Schiff beim Versuch, die Meerenge zu passieren, unter Beschuss genommen habe. Die Schifffahrtsagentur der Vereinten Nationen setzte daraufhin ihr freiwilliges Evakuierungsprogramm aus, und iranische Behörden betonten, dass die Sicherheit von Schiffen außerhalb der offiziell ausgewiesenen Routen nicht garantiert werden könne.

Trotz dieses Vorfalls zeigen Daten, dass die Rohöltransporte durch die Straße von Hormuz in dieser Woche den höchsten Stand seit Beginn des US-israelischen Konflikts mit Iran im Februar erreicht haben. Ein Waffenstillstandsabkommen hatte die Wasserstraße wieder geöffnet, was die Märkte trotz des jüngsten Zwischenfalls beruhigte. Dennoch liegt das gesamte Verkehrsaufkommen weiterhin nur bei einem Bruchteil der rund 125 Schiffe, die die Meerenge vor dem Konflikt täglich passierten.

Analysten beobachten nun genau, ob der Tankerverkehr trotz der neuen Hürden stabil bleibt oder ob die Erzeuger geplante Produktionssteigerungen bremsen. Sowohl die Nordseesorte Brent als auch die US-Sorte WTI steuern auf einen Wochenverlust von fast sieben Prozent zu. Zusätzlich zu den Spannungen im Nahen Osten belasteten auch Erdbeben in Venezuela den Markt, da Stromausfälle dort Zweifel aufkommen ließen, ob die dortige Ölförderung aufrechtzuerhalten ist.


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