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Ölpreise weiten Rückgang aus - Erwartung reibungsloserer Rohölströme durch Straße von Hormus

08:00 Uhr  |  Redaktion

Die internationalen Ölpreise haben am Mittwoch ihren Abwärtstrend fortgesetzt und bewegen sich nahe ihrer Vier-Monats-Tiefs. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, reagierten die Märkte auf deutliche Anzeichen dafür, dass sich die Durchfahrt für Öltanker in der strategisch wichtigen Straße von Hormus nach den jüngsten geopolitischen Spannungen schrittweise normalisiert. Die Rohöl-Futures der Sorte Brent fielen zur Wochenmitte um rund ein Prozent auf etwa 76,30 US-Dollar je Barrel, während die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) ebenfalls um gut ein Prozent nachgab und bei rund 72,43 US-Dollar notierte.

Haupttreiber für die Entlastung an den Märkten ist die Hoffnung auf eine nachhaltige Entspannung im Konflikt zwischen den USA und Iran. Marktbeobachter verwiesen auf eine Zunahme der Schiffsbewegungen im Persischen Golf in den vergangenen Tagen. Der Preisdruck verschärfte sich zudem, nachdem Washington Teheran im Zuge erster Friedensgespräche eine 60-tägige Aussetzung der Sanktionen gewährte, die es dem Land erlaubt, wieder Öl zu verkaufen. Auch die nachlassenden Feindseligkeiten im Libanon trugen dazu bei, die geopolitische Risikoprämie auf Rohöl zu mindern.

Trotz der positiven Signale bezüglich des Schiffsverkehrs bleibt die langfristige Stabilität der Region und des Abkommens ungewiss. Zwar einigten sich die Nachbarstaaten Oman und Iran darauf, die Gespräche über die künftige Regelung der Schifffahrt in der Meerenge fortzusetzen. Allerdings gab es widersprüchliche Signale aus den Verhandlungen über das iranische Atomprogramm: Während US-Präsident Donald Trump erklärte, Iran habe nuklearen Inspektionen „bis in die Unendlichkeit“ zugestimmt, dementierte Teheran eine solche Zugeständnis-Zusage umgehend.

Flankiert wurde das Marktgeschehen von aktuellen Daten zur US-Vorratslage. Laut Angaben des American Petroleum Institute (API) sanken die US-Rohölbestände in der vergangenen Woche um 765.000 Barrel. Dieser Rückgang fiel jedoch deutlich geringer aus als von Marktanalysten erwartet, die im Vorfeld mit einem Abbau von rund 4,5 Millionen Barrel gerechnet hatten. Dies deutet auf eine vorerst robuste Versorgungslage hin, weshalb die Ölpreise trotz der schwindenden geopolitischen Risiken im Moment auf niedrigem Niveau konsolidieren.

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