Ausgold Ltd.: Starke Treffer
18:00 Uhr | Hannes Huster (Goldreport)
Ausgold legte heute vor Börseneröffnung in Sydney weitere Bohrergebnisse vom Katanning-Goldprojekt (KGP) vor: Link. Das "KGP" hat eine bestehende Ressource von 2,44 Millionen Unzen Gold und Reserven von 1,33 Millionen Unzen. Mit den laufenden Bohrprogrammen soll diese Basis erweitert, sowie Ressourcen in Reserven gewandelt werden.
Richtig "saftige" Treffer gelangen bei den Infill-Bohrungen in der Central Zone. Schöne Abschnitte wie z.B. 26 Meter mit 3,03 g/t Gold oder 10 Meter mit 3,78 g/t Gold und die meisten der Resultate innerhalb der ersten 40 – 80 Meter:
Das Infill-Programm ist nun abgeschlossen und laut der Pressemeldung lagen mehr als 80% der Infill-Resultate innerhalb der mineralisierten Zonen über den Gehalten, die das bisherige Ressourcenmodell vorhergesagt hatte.
Dies ist ein starkes Signal, da man so bewiesen hat, dass der in den Studien verwendete Goldgehalt nicht zu hoch, sondern vermutlich etwas zu konservativ angesetzt wurde. Das reduziert das Risiko in den ersten Jahren des Abbaus, schafft Vertrauen in die Reserven und möglicherweise kann man mit diesen neuen Erkenntnissen den Minenplan noch etwas optimieren.
Neben den Infill-Bohrungen meldete Ausgold auch Erweiterungsbohrungen in der Central Zone. Dabei wurden mehrere mineralisierte Abschnitte außerhalb der aktuellen Ressourcen- und Reserven-Zonen getroffen. Dazu zählen unter anderem:
29 Meter mit 0,78 g/t Gold
24 Meter mit 0,81 g/t Gold sowie
13 Meter mit 1,43 g/t Gold.
Die einzelnen Gehalte sind nicht alle spektakulär, aber die Mächtigkeiten und die Lage außerhalb der bestehenden Ressourcengrenze sind wichtig. Ausgold Ltd. betont, dass ein großer Teil dieser Mineralisierung weiterhin relativ oberflächennah liegt und damit grundsätzlich für künftige Tagebau-Szenarien interessant sein könnte.
In der "Northern Zone" konnte man auf dem Datatine Abschnitt über 9,5 Meter 2,44 g/t Gold feststellen, allerdings erst ab einer Tiefe von 512 Metern. Darin enthalten 3,2 Meter mit 4,53 g/t Gold. Die knapp 5 g/t Gold wären für eine Untertagemine interessant, doch dies zu bestätigen ist noch zu früh. Auf "Nanicup Bridge", einem Gebiet das rund 40 Kilometer entfernt liegt, hat Ausgold knapp 6.000 Meter gebohrt und dort 66 RC-Bohrungen niedergebracht. Die Ergebnisse bestätigen mehrere breite mineralisierte Zonen über eine Streichlänge von mindestens einem Kilometer. Gemeldet wurden unter anderem:
19 Meter mit 0,90 g/t Gold
28 Meter mit 0,57 g/t Gold sowie
5 Meter mit 1,45 g/t Gold.
Die Gehalte sind niedriger als auf dem KGP-Projekt, doch das Gebiet könnte sich zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht als ein Satellit-Projekt eignen, sollte man dort ausreichende Tonnage nachweisen können.
Ausgold hat nun im Rahmen der aktuellen Bohrkampagne 56.115 Bohrmeter niedergebracht und für rund 3.600 Meter stehen die Analyseergebnisse noch aus.
Neben einem regionalen Bohrprogramm auf einem neuen Ziel namens "Kraken" soll ein weiteres RC-Bohrprogramm über 25.000 Meter in Kürze beginnen. Dieses Programm hat das Ziel ist ein Bohrraster von 20 mal 20 Meter für den Bereich abzudecken, der in den ersten beiden Jahren abgebaut werden soll. Dies ist dann die letzte Feinheit, um eine möglichst hohe Sicherheit für den Minenbetrieb zu bekommen. Im 4. Quartal soll eine weitere Ressourcenschätzung veröffentlicht werden.
Fazit:
Das Management von Ausgold geht sehr gewissenhaft vor und will auf jeden Fall vermeiden, zu wenig geologische Erkenntnisse zu haben, bevor man mit dem Abbau beginnt. Oft begehen Unternehmen diese Fehler, um Geld zu sparen, doch dies mündet nicht selten in viel größeren Problemen. Deshalb ist es richtig und wichtig, dass Ausgold diese zusätzlichen Bohrprogramme durchführt, auch wenn sich die finale Produktionsentscheidung so noch etwas hinzieht.
Zudem wird ein potenzieller Übernehmer noch mehr Vertrauen fassen. Je akribischer Ausgold arbeitet, desto höher die Qualität der vorliegenden Daten.

© Hannes Huster
Quelle: Auszug aus dem Börsenbrief "Der Goldreport"
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