Ölpreise stabilisieren sich - Ungewissheit über Gespräche zwischen USA & Iran hält Märkte in Atem
08:00 Uhr | Redaktion
Die Rohölpreise haben sich am Dienstagmorgen im frühen Handel stabilisiert und den Großteil ihrer kräftigen Gewinne aus der vorangegangenen Sitzung behauptet, berichtet Reuters. Hauptgrund für die abwartende Haltung der Händler ist die große Ungewissheit über den aktuellen Status der Waffenstillstandsgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Zudem sorgt die unklare Lage um eine mögliche Wiederöffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus für anhaltende Nervosität an den internationalen Energiemärkten.
Die Signale aus den beiden beteiligten Ländern fielen zuletzt widersprüchlich aus. Während US-Präsident Donald Trump am Montag betonte, dass die Verhandlungen mit Teheran nach wie vor andauern, meldete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am selben Tag das Gegenteil. Demnach habe die iranische Führung die indirekten Gespräche mit Washington vorerst ausgesetzt, als Reaktion auf eskalierende israelische Militärschläge im Libanon.
Die Verwirrung spiegelte sich in minimalen Kursbewegungen der beiden wichtigsten Rohölsorten wider. Die Terminkontrakte für die Nordseesorte Brent stiegen geringfügig um 6 Cent beziehungsweise 0,06% auf 95,04 US-Dollar je Barrel. Gleichzeitig gab der Preis für die US-Leitsorte West Texas Intermediate (WTI) leicht um 17 Cent oder 0,18% nach und notierte bei 91,99 US-Dollar je Barrel.
Am Vortag hatten beide Benchmarks noch ein deutliches Plus von mehr als fünf Prozent verzeichnet. Diese Gewinne wurden jedoch im späteren Verlauf wieder teilweise eingebüßt, nachdem Trump in Interviews und über soziale Medien wechselhafte Kommentare zum Fortgang der Gespräche äußerte. Er signalisierte unter anderem, dass Israel eingewilligt habe, Truppen für einen geplanten Angriff im Südlibanon zurückzuziehen, und betonte gegenüber Sendern wie ABC News, dass er trotz allem weiterhin mit einem baldigen Abkommen mit dem Iran rechne.
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