Ölpreise steigen um mehr als 2%, während Israel weiter in den Libanon vorrückt
08:00 Uhr | Redaktion
Die Rohölpreise sind zu Beginn des Handels deutlich gestiegen, nachdem Israel seinen Truppen befohlen hat, im Zuge der Kämpfe gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz weiter in den Libanon vorzurücken, berichtet Reuters. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 2,27% auf 93,19 US-Dollar je Barrel, während die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) um 2,71% zulegte und bei 89,73 US-Dollar notierte. Damit machten die Ölmärkte einen Großteil ihrer Verluste vom vergangenen Freitag wieder wett.
Am Freitag waren die Preise für WTI und Brent noch um fast 2% gefallen, da Marktteilnehmer auf eine mögliche Waffenstillstandsvereinbarung zwischen den USA und dem Iran gehofft hatten. Die jüngste Eskalation der israelischen Bodenoffensive im Libanon hat diese diplomatischen Hoffnungen jedoch gedämpft und die Sorgen vor anhaltenden Lieferengpässen in der geopolitisch sensiblen Region wieder in den Vordergrund gerückt.
Analysten betonen, dass die Märkte derzeit stark auf wechselnde Schlagzeilen zwischen militärischer Eskalation und Diplomatie reagieren. Obwohl Berichte über Fortschritte bei den amerikanisch-iranischen Gesprächen die Preise kurzzeitig drückten, bleibt die Lage angespannt. Insbesondere die Schifffahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormuz läuft weiterhin unter dem normalen Niveau, weshalb Versorgungsrisiken im Nahen Osten nach wie vor akut sind.
Die Sorgen über das weltweite Ölangebot überwogen am Markt sogar die jüngsten, eher enttäuschenden Wirtschaftsdaten aus China. Trotz schwächelnder Fabrikaktivitäten und Sorgen, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt an Schwung verliert – belastet durch sinkende Exporte und Kostendruck –, konzentrierten sich die Händler primär auf das Risiko einer ausgeweiteten Nahost-Krise und trieben die Kurse nach oben.
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