Ölpreise steigen – Investoren zweifeln an Durchbruch bei Friedensgesprächen
09:10 Uhr | Redaktion
Die Ölpreise stiegen am Freitag, da die Hoffnungen auf einen Durchbruch bei den Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran schwand. Rohöl blieb jedoch angesichts der anhaltenden Marktvolatilität auf Kurs für einen wöchentlichen Rückgang.
Brent-Rohöl verteuerte sich laut Reuters um 1,6% auf 104,24 $ pro Barrel, während US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate um 1,2% auf 97,46 $ stieg. Trotz dieser Erholung verloren Brent im Wochenverlauf 4,6% und WTI 7,6%.
Die Anleger richten ihr Augenmerk weiterhin auf den ungewissen Ausgang der Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Zwar signalisierten Vertreter beider Seiten gewisse Fortschritte, jedoch bestehen weiterhin erhebliche Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der iranischen Uranvorräte und der Kontrolle über die Straße von Hormus, eine wichtige globale Öltransportroute.
Analysten gehen davon aus, dass die Ölpreise aufgrund der angespannten Versorgungslage und der anhaltenden Unruhen im Nahen Osten auf hohem Niveau bleiben dürften. Rund 14 Millionen Barrel pro Tag – etwa 14 % des weltweiten Ölangebots – wurden während des Konflikts vom Markt genommen, was sich auf die Exporte wichtiger Produzenten am Golf auswirkt. Branchenexperten warnen, dass sich der volle Ölfluss durch die Meerenge möglicherweise erst im Jahr 2027 wiederherstellen wird, selbst wenn die Kämpfe bald enden sollten.
Unterdessen wird erwartet, dass die OPEC+-Produzenten bei ihrem Treffen im Juni eine moderate Produktionssteigerung beschließen, obwohl die mit dem Konflikt verbundenen Versorgungsengpässe die globalen Energiemärkte weiterhin belasten.
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