Trump sorgt mit Iran-Aussage für Entspannung beim Ölpreis
09:42 Uhr | Redaktion
Die Ölpreise fielen am Mittwoch um etwa ein Prozent, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, der Krieg mit dem Iran könne "sehr schnell" enden. Diese Aussage weckte laut Reuters Hoffnungen auf ein Friedensabkommen. Der Preis für Brent-Rohöl sank auf 110,17 $ pro Barrel, der Preis für US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate fiel auf 103,03 $.
Trotz dieses Rückgangs betonen Analysten wie Emril Jamil, dass die Märkte weiterhin vorsichtig bleiben sollten, da die Spannungen im Nahen Osten die weltweite Ölversorgung weiterhin bedrohen. Investoren beobachten die laufenden Gespräche zwischen den USA und dem Iran aufmerksam. Aufgrund widersprüchlicher Signale aus Washington und Teheran bleibt jedoch die Unsicherheit bestehen.
Analyst Toshitaka Tazawa wies zudem darauf hin, dass sich die Ölversorgung selbst bei einem Friedensabkommen wahrscheinlich nicht sofort auf das Vorkriegsniveau erholen werde. Auch die Sorge vor möglichen erneuten US-Militäraktionen und anhaltenden Störungen in der Straße von Hormus hält die Preise auf einem hohen Niveau.
Citi warnte, dass die Ölmärkte das Risiko anhaltender Versorgungsengpässe möglicherweise unterschätzen, und prognostizierte, dass der Preis für Brent-Rohöl kurzfristig auf 120 $ pro Barrel steigen könnte.
Unterdessen hält der weltweite Versorgungsdruck an. Der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus bleibt unter dem normalen Niveau und die Länder greifen zunehmend auf ihre strategischen Ölreserven zurück. In den Vereinigten Staaten sind die Rohölvorräte laut Berichten die fünfte Woche in Folge gesunken, was die Ölpreise weiter stützt.
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