Ölpreis bricht nach Trumps Ankündigung einer Waffenruhe massiv ein
09:00 Uhr | Redaktion
Der Ölpreis für US-Rohöl (WTI) ist am 7. April 2026 drastisch gefallen, nachdem US-Präsident Donald Trump eine zweiwöchige Waffenruhe im Konflikt mit dem Iran verkündet hat, berichtet Reuters. Der Preis für die Lieferung im Mai sank im frühen Handel um 12,04 US-Dollar bzw. über 10% auf 100,90 Dollar je Barrel. Dieser deutliche Rückgang spiegelt die Hoffnung der Märkte auf eine Deeskalation in einer Region wider, die für die globale Energieversorgung von kritischer Bedeutung ist.
Die Ankündigung erfolgte nur knapp zwei Stunden vor dem Ablauf einer von Trump gesetzten Frist. Der US-Präsident hatte zuvor gedroht, militärische Ziele anzugreifen, sollte der Iran die strategisch wichtige Straße von Hormus nicht wieder für den Schiffsverkehr öffnen. Durch diese Meerenge werden etwa 20% des weltweit gehandelten Erdöls transportiert. Die vereinbarte Feuerpause sieht vor, dass die USA ihre Angriffe vorerst einstellen, während Verhandlungen über ein langfristiges Friedensabkommen laufen.
Während Trump die Waffenruhe in den sozialen Medien als Erfolg feierte, betonte die iranische Führung, dass es sich lediglich um eine temporäre Maßnahme handele. Ein Sprecher des staatlichen iranischen Fernsehens erklärte, dass die militärischen Einheiten dem Befehl des Obersten Führers zur Einstellung des Feuers folgen würden, dies jedoch nicht das endgültige Ende des Krieges bedeute. Dennoch löste die Nachricht an den internationalen Finanzmärkten eine Erleichterungsrally aus, bei der die Aktienkurse weltweit deutlich zulegten.
Marktanalysten bewerten die Kursreaktionen als klares Signal dafür, dass Investoren ein Ende des Konflikts und die Normalisierung der Ölexporte herbeisehnen. Der Krieg im Nahen Osten und die Blockade der Straße von Hormus hatten zuvor den größten Versorgungsschock in der Geschichte des Ölmarktes verursacht, bei dem täglich zwischen 12 und 15 Millionen Barrel Rohöl blockiert waren. Trotz des aktuellen Preissturzes liegen die Ölpreise jedoch weiterhin deutlich über dem Niveau von vor Beginn der Kampfhandlungen im Februar.
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