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Falscher Alarm: Keine US-Eskorte von Öltankern

10.03.2026  |  Redaktion

Der US-Energieminister Chris Wright hat am Dienstag für Verwirrung gesorgt, nachdem er in den sozialen Medien fälschlicherweise behauptet hatte, das US-Militär habe einen Öltanker sicher durch die Straße von Hormus eskortiert, berichtet Al-Jazeera. Der Post wurde innerhalb einer halben Stunde gelöscht, woraufhin das Weiße Haus und das Pentagon prompt reagierten. Pressesprecherin Karoline Leavitt und General Dan Caine stellten klar, dass bisher keine derartigen Begleitschutz-Operationen durch die US-Marine stattgefunden haben, auch wenn dies eine strategische Option für die Zukunft bleibe.

Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund des seit Ende Februar 2026 eskalierenden militärischen Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran. Die Straße von Hormus, durch die etwa 20% des weltweiten Öls transportiert werden, ist aufgrund der drohenden Angriffe nahezu blockiert, was die globalen Energiemärkte massiv unter Druck setzt. In den USA sind die Benzinpreise infolge der Spannungen bereits sprunghaft angestiegen, was die wirtschaftliche Belastung für die Bevölkerung und die Kritik an der Regierung verschärft.

Präsident Donald Trump hat wiederholt versprochen, den „freien Energiefluss“ in der Welt sicherzustellen, und bot Schifffahrtsunternehmen sogar staatlich geförderte Risikoversicherungen für Fahrten durch die Krisenregion an. Die widersprüchlichen Aussagen zwischen dem Energieministerium und dem Verteidigungsministerium werfen jedoch Fragen über die Koordination innerhalb der Regierung auf. Während Wright den vermeintlichen Erfolg als Beweis für Trumps Stabilitätspolitik feierte, betonten Militärvertreter, dass die Bedingungen für sichere Eskorten erst noch geschaffen werden müssten.

Die iranische Regierung bezeichnete die gelöschte Nachricht als gezielte Desinformation und „Fake News“, um die Ölmärkte zu manipulieren. In den USA wächst unterdessen der innenpolitische Widerstand gegen das militärische Vorgehen; aktuelle Umfragen zeigen, dass eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung den Krieg gegen den Iran ablehnt. Angesichts der drohenden Sperrung der Wasserstraße durch Teheran bleibt die Lage äußerst angespannt, während die internationale Gemeinschaft mit Sorge auf die weiteren Entwicklungen blickt.


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