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US-Behörden mobilisieren EU, Japan & Mexiko im Kampf um kritische Mineralien

05.02.2026  |  Redaktion

Die Vereinigten Staaten intensivieren ihre Anstrengungen, die weltweite Abhängigkeit von China bei kritischen Mineralien zu reduzieren, indem sie gemeinsam mit wichtigen Partnern wie der Europäischen Union, Japan und Mexiko koordinierte Strategien umsetzen, berichtet Mining.com. Die Initiative zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten für Materialien zu stärken, die für die Verteidigung, die Halbleiterindustrie, die Elektrofahrzeugindustrie und andere Hightech-Branchen unerlässlich sind.

Jamieson Greer, der US-Handelsbeauftragte, sagte, die Partner würden gemeinsame Aktionspläne entwickeln. Diese umfassen koordinierte Handelspolitiken und Mechanismen wie grenzangepasste Preisuntergrenzen, um Schwachstellen in der Lieferkette zu beheben. Diese Bemühungen sollen den Weg für ein verbindliches plurilaterales Abkommen über den Handel mit kritischen Mineralien zwischen gleichgesinnten Ländern ebnen. Eine entsprechende Absichtserklärung wird innerhalb von 30 Tagen erwartet.

Parallel dazu stellten die USA einen separaten 60-Tage-Aktionsplan mit Mexiko vor. Dieser konzentriert sich auf Handelspolitiken für kritische Mineralien, die Identifizierung von Projekten in den Bereichen Bergbau, Verarbeitung und Fertigung sowie Konsultationen zu Preisuntergrenzen. Dieser Schritt erfolgt im Vorfeld einer geplanten Überprüfung des Abkommens zwischen den USA, Mexiko und Kanada – auffällig ist, dass Kanada in der Ankündigung nicht erwähnt wurde, heißt es in dem Bericht.

Die Initiativen wurden nach einem Ministertreffen zum Thema kritische Mineralien in Washington bekannt gegeben, an dem Vertreter aus mehr als 50 Ländern teilnahmen. US-Beamte argumentieren, dass der derzeitige globale Markt für kritische Mineralien "versagt" und verweisen dabei auf Preisschwankungen, die langfristige Investitionen erschweren und Lieferketten anfällig machen.

Vizepräsident JD Vance und andere Beamte warben für koordinierte Preisrahmen und geschützte Handelsvereinbarungen als Mittel zur Stabilisierung der Märkte und zur Gewinnung von Investitionen. Damit bekräftigten sie den jüngsten Vorschlag von Präsident Donald Trump, eine Reserve für kritische Mineralien im Wert von fast 12 Milliarden US-Dollar anzulegen, so Mining.com.


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