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Verstaatlichung in Burkina Faso verunsichert Goldsektor Westafrikas

01.09.2025  |  Redaktion

Burkina Faso intensiviert seine Bemühungen zur Verstaatlichung natürlicher Ressourcen und fordert einen zusätzlichen Anteil von 35% an der Kiaka-Goldmine von West Africa Resources (WAF). Die Regierung strebt den Erwerb der Anteile gegen eine "wertvolle Gegenleistung" an, schreibt Mining.com. Dieser Schritt folgt einem allgemeinen Trend zur staatlichen Übernahme, zu dem auch die Verstaatlichung mehrerer Minen durch das neue staatliche Bergbauunternehmen SOPAMIB gehört.

Diese politische Wende erfolgt unter der Führung von Ibrahim Traoré, dem 37-jährigen Militärpräsidenten von Burkina Faso. Er drängt im Rahmen einer antiwestlichen, panafrikanischen Agenda auf eine stärkere staatliche Kontrolle über Ressourcen, so der Bericht. Sein Machtantritt im Jahr 2022 habe bereits erhebliche nationale Unterstützung ausgelöst. Allerdings beeinträchtigen politische Instabilität und Sicherheitsbedenken weiterhin das Investitionsklima des Landes, heißt es.

Das Bestreben der Regierung nach mehr Kontrolle hat bei ausländischen Bergbauunternehmen Besorgnis ausgelöst, da der Ressourcen-Nationalismus Burkina Fasos als Teil eines breiteren Trends in Westafrika angesehen wird. In dieser Region beeinträchtigt politische Instabilität langfristige Vereinbarungen. Während Länder wie Ghana und Botswana stabilere Investitionsbedingungen bieten, sehen sich kleinere Unternehmen wie WAF mit zunehmender Unsicherheit in der sich wandelnden Bergbaulandschaft Burkina Fasos konfrontiert.


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