Rohstoff-Welt.de - Die ganze Welt der Rohstoffe

Verhandlungen mit Cookinseln – USA wollen Tiefseebergbau im Pazifikraum beschleunigen

07.08.2025  |  Redaktion

Die Vereinigten Staaten haben mit den Cookinseln Gespräche über die Erkundung der Bodenschätze des Meeresbodens aufgenommen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Kartierung der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) des Landes, die reich an Tiefseemineralien ist, heißt es bei Mining.com. Dieser Schritt folgt auf die im Februar unterzeichnete strategische Partnerschaft der Cookinseln mit China, die den Meeresbodenbergbau und andere Kooperationsbereiche umfasst.

Die Partnerschaft hat zu angespannten Beziehungen mit Neuseeland geführt. Neuseeland, das für die Sicherheit und Außenpolitik der Cookinseln zuständig ist, reagierte zurückhaltend und respektierte die Rechte der Staaten über ihre Ressourcen.

Die Bemühungen der USA sind Teil einer umfassenderen geopolitischen Strategie, mit der sie im Bereich des Tiefseebergbaus mit China konkurrieren wollen. Insbesondere seit der Verordnung von Präsident Trump aus dem Jahr 2023, die eine Beschleunigung der Lizenzvergabe vorsieht, signalisieren die USA eine Abkehr von der Einhaltung der UN-Seerechtsübereinkommen. Rechtsexperten warnen, dass dieser einseitige Ansatz internationale Seerechtsnormen untergraben und zu rechtlichen sowie diplomatischen Herausforderungen führen könnte.

Unterdessen hat The Metals Company den ersten Antrag auf Meeresbodenbergbau in internationalen Gewässern nach US-Recht gestellt, was den wachsenden Druck zur Gewinnung von Tiefseeressourcen unterstreicht. Befürworter argumentieren, dass der Meeresbodenbergbau weniger umweltschädlich ist als der Bergbau an Land. Kritiker warnen jedoch vor potenziellen ökologischen Risiken, da die Tiefseeökosysteme weitgehend unerforscht und sehr empfindlich sind.


© Redaktion MinenPortal.de