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Zucker - weiter im Abwärtsstrudel!

04.06.2008  |  Michael Bulgrin

Vor kurzem wiesen wir an dieser Stelle auf die bearishe Situation auf dem Zuckermarkt hin. Das im Februar erreichte Zwischenhoch bei 15 USC konnte Zucker nicht lange halten. Zum Zeitpunkt unserer letzten Analyse kämpfte der süße Rohstoff bereits um den Erhalt der 10 USC-Marke.

In Anbetracht der fundamentalen Bedingungen war es zu diesem Zeitpunkt mehr als fraglich, ob dieser Bereich halten würde, denn in diesem Jahr rechnen die Analysten mit einem Angebotsüberschuss in Höhe von 11 Mio. Tonnen auf dem Zuckermarkt, vor allem verursacht durch die drastischen Anbauflächenausweitungen. Viele Farmer hatten sich wegen der Rekordpreise zum vermehrten Anbau von Zuckerrohr entschlossen.

Brasilien, der mit 20 Prozent Anteil an der Weltproduktion größte Zuckerproduzent, wird seine Produktion im Erntejahr 2008/09 voraussichtlich um 12 Prozent auf 550 Mio. Tonnen steigern, was mit der umfangreichen Ackerflächenneugewinnung im zentralen Süden des Landes begründet wird. Der durch die Überangebotsprognosen ausgelöste Abverkauf hat nun auch dazu geführt, dass die wichtige Unterstützung bei 10,25 USC nach unten verlassen wurde.

In Anbetracht der charttechnischen sowie der fundamentalen Situation ergibt sich aktuell weiteres Abwärtspotential bis zum Juli-Tief aus dem Jahre 2007 bei 8,38 USC.


© Michael Bulgrin
Chefredakteur ROHSTOFFinsider.de