WTI-Future unterschreitet Aufwärtstrendlinie
29.10.2018 | Björn Heidkamp (Kagels Trading)
Der abgebildete Chart zeigt die langfristige Kursentwicklung des Rohöl-Futures von 2004 bis heute, bei Kursen von 67,57 USD/Barrel. Ein Notierungsstab bildet das Kursverhalten des Rohöl Futures für jeden Monat ab.
WTI scheitert erneut am Widerstandsbollwerk
Seit Juni 2017 befindet sich der WTI-Future in einem steilen Aufwärtstrend, die Kurse legten seit diesem Zeitpunkt um mehr als 83% zu.
Anfang Oktober erreichte das schwarze Gold bei 76,90 ein mehrjähriges Hoch.
Dort war die Abgabebereitschaft der Investoren erneut sehr hoch, so dass das schwarze Gold zum wiederholten Mal an dem eingezeichneten Widerstandsbereich höchster Qualität zwischen 75 und 78 scheiterte und abprallte. Diese im Monatschart eingezeichnete Barriere resultiert aus den Marktwendepunkten aus dem Oktober 2011 und dem Juni 2012.
200-Tage-Linie unterschritten
Der danach einsetzende Abwärtsimpuls stoppte in der abgelaufenen Woche vorerst bei Kursen von 65,74. Im Zuge dieser Korrektur wurden die seit 2016 bestehende eingezeichnete Aufwärtstrendlinie und die 200-Tage-Linie unterschritten. Dadurch verschlechtert sich das mittelfristige Chartbild.
Konsolidierung löst Aufwärtstrend ab
Aus der Perspektive des mittelfristigen Wochencharts wurde der primäre Aufwärtstrend unterbrochen und durch eine richtungslose Seitwärtspendelbewegung abgelöst.
Eingegrenzt wird dieser richtungslose Stauraum zwischen dem Widerstandsbereich von 75 bis 78 und dem Unterstützungsbereich um 64. Charakteristisch für eine solche Konsolidierung sind häufige Richtungswechsel innerhalb einer bestimmten Handelsspanne. 
Fazit:
Durch das Kursverhalten der letzten Wochen verschlechtert sich die Chartsituation. Der bestehende Aufwärtstrend wurde durch eine neutrale Seitwärtsbewegung zwischen 77 und 64 abgelöst. Erst Kurse klar außerhalb dieses Bereiches etablieren einen neuen Trend.
Schafft es der WTI-Future die Barriere zwischen 75 und 78 klar zu überschreiten, setzt sich der übergeordnete Aufwärtstrend wieder durch. Bei diesem bullischen Szenario besteht weiteres Aufwärtspotential bis zur nächsthöheren Widerstandsebenen um 84.
Unterschreitet der WTI-Future hingegen den Unterstützungsbereich um 64 signifikant, so ist mit einer erhöhter Abgabebereitschaft zu rechnen. Diese könnte Rohöl bis in den Bereich zwischen 58 und 55 führen. Dort befindet sich eine gut abgesicherte Unterstützungszone.
© Björn Heidkamp
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