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Commodities Weekly: Marktkommentar

21.08.2015  |  Frank Schallenberger (LBBW)

Strategie:

Die Rohstoffmärkte haben sich den jüngsten Turbulenzen an den Kapitalmärkten und den fortgesetzten Sorgen um die chinesische Konjunktur nicht entziehen können und tendierten auch in der abgelaufenen Woche schwächer. Der Ölpreis liegt mittlerweile unweit der Tiefststände der Jahre 2008/09 und der LMEX-Index notiert auf einem Sechsjahrestief. Vor dem Hintergrund des sehr niedrigen Preisniveaus am Rohstoffmarkt, der weiterhin soliden Weltkonjunktur sowie der unverändert relativ dynamischen Rohstoffnachfrage rechnen wir mittelfristig mit deiner deutlichen Erholung der Preise – lediglich am Ölmarkt dürfte der Aufschwung aufgrund der komfortablen Angebotssituation noch etwas auf sich warten lassen.


Performance:

Die Energiepreise gaben zuletzt wieder deutlich nach und ließen die wichtigsten Rohstoffindizes
auf neue Jahrestiefs absacken. Lediglich bei den Edelmetallen ging es kräftiger nach oben. Gold unterstrich damit einmal mehr seine positiven Eigenschaften bei der Portfoliodiversifikation.


Energie:

Sollte WTI am heutigen Freitag keine überraschende Trendwende gelingen, beendet die US-Benchmark die längste wöchentliche Verlustserie seit 29 Jahren. Neben Bedenken um China belasteten auch die wöchentlichen US-Lagerdaten. Wir haben unsere Szenarien angepasst, die Prognosen gesenkt und erwarten keine nachhaltige Erholung der Ölpreise. In den nächsten 12 Monaten ist ein breites Band zwischen 40 und 65 USD/Barrel ein wahrscheinliches Szenario für Brent. Allerdings liegen hier zuversichtliche Schätzungen für die Nachfrage und vorsichtige Schätzungen für das Angebot zugrunde.


Edelmetalle:

Ein Lichtblick in einem Meer negativer Performance ist der Goldpreis. Neben der Eindeckung von Shortpositionen gewinnt Gold offenbar allmählich seinen verblassten Glanz als sicherer Hafen zurück.


Basismetalle:

Chinas schwache Konjunkturdaten setzen die Metallpreise weiter unter Druck. Den Nickelmarkt
bewegten zuletzt Nachrichten über einen vergleichsweise geringen Anstieg der Edelstahlproduktion. Auf der anderen Seite mehren sich die Anzeichen, dass sich der indonesische Exportstopp zunehmend auf die Verfügbarkeit des Legierungsmetalls auswirkt.


© Dr. Frank Schallenberger
Commodity Analyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



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