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Basismetalle: Preise in der Konsolidierungsphase

22.09.2014  |  Achim Wittmann (LBBW)

Erhebliche Differenz in der Preisentwicklung

Gemessen am Index der London Metal Exchange (LME) bewegen sich die Basismetallpreise derzeit in etwa auf dem Niveau zu Jahresbeginn. Bei der Betrachtung der einzelnen Metalle ergibt sich jedoch ein sehr differenziertes Bild. So ist der Nickelpreis, getrieben durch den Exportstopp indonesischer Nickelerze, seit Jahresanfang um rund 29% gestiegen.

Am Ende der Performance-Skala rangiert Kupfer. Zwar entwickelte sich die Nachfrage im ersten Halbjahr überraschend positiv. Die Unsicherheiten bezüglich der Konjunktur in China sowie die erwartete Zunahme des Minenangebotes belasteten jedoch die Preise.

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Was macht die chinesische Wirtschaft?

Mit einem Anteil von über 40% an der Gesamtnachfrage ist China einer der entscheidenden Akteure an den Metallmärkten. Die Frage nach der zukünftigen Verbrauchsentwicklung ist somit unmittelbar mit dem Zustand der chinesischen Wirtschaft verbunden. Schwächere Zahlen zur Industrieproduktion haben den Spekulationen bezüglich einer deutlichen Wachstumsabschwächung zuletzt neue Nahrung gegeben.

Angesichts der vorhandenen fiskal- und geldpolitischen Spielräume der Regierung, der Wirtschaft entsprechende Impulse zu verleihen, erwarten wir jedoch allenfalls geringfügig niedrigere Wachstumsraten. Dementsprechend sollte auch die Nachfrage nach Basismetallen hoch bleiben. Ein steigender Bedarf ist zudem auch mit Blick auf die gute Konjunkturentwicklung in den USA zu erwarten.

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Wieder anziehende Preise im letzten Quartal

Nach deutlichen Anstiegen befinden sich die Preise von Aluminium, Zink und Nickel derzeit in einer Konsolidierungsphase, die nicht zuletzt auch durch eine starke US-Währung eingeläutet wurde. Für das letzte Jahresviertel rechnen wir allerdings wieder mit anziehenden Notierungen dieser Metalle. Neben den erwarteten Bedarfszuwächsen auf der einen Seite sprechen dafür auch Restriktionen auf der Angebotsseite.

Während bei Aluminium wichtige Anbieter ihre Kapazitäten weiter zurückfahren, stehen auf dem Zinkmarkt große Minen vor der Schließung. Bei Kupfer sehen wir dagegen aufgrund des erwarteten Angebotszuwachses nach wie vor seitwärtsgerichtete bis leicht fallende Preise.

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© Achim Wittmann
Investmentanalyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



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