LME: Londoner Goldfixing ist anfällig für Manipulation
11.06.2014 | GoldSeiten
Wenn sich Menschen um einen Tisch versammeln, mit einem Fähnchen wedeln und einen Goldpreis vorgeben, dann ist es nach Ansicht Garry Jones' keineswegs zu leugnen, dass der Preis angesichts einer derart intransparenten Methode der Preisfestlegung anfällig für eine Manipulation ist, wie der Chief Executive der London Metal Exchange (LME) laut Reuters am Dienstag in einer Konferenz ausgesagt habe.
Zwar werden heute keine Fähnchen mehr genutzt, da man für die zweimal täglich stattfinde Preisfestlegung inzwischen statt einem Treffen eine Telefonkonferenz abhält, doch war das Londoner Goldfixing in der jüngsten Vergangenheit ziemlich in Verruf geraten. Zuletzt hatte die Strafe gegen Barclays gezeigt, dass die geschichtsträchtige Preisfestsetzung, an welcher nach dem Austritt der Deutschen Bank aktuell HSBC, Barclays, Société Générale und Bank of Nova Scotia beteiligt sind, manipulierbar ist und derlei Vorgänge mitunter an der Tagesordnung sein könnten.
Die LME selbst arbeitet inzwischen an einer Alternative für das in ähnlicher Weise ablaufende Silberfixing, das im August eingestellt wird und für dessen Nachfolge es inzwischen einige Anwärter gibt. Wer sich durchsetzt, der hätte wohl auch im Falle der Beendigung des Goldfixings die Nase vorn.
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