Südafrikas Goldminen würden Streik nicht überstehen
07.06.2014 | GoldSeiten
Das Bergbauministerium Südafrikas warnte am Donnerstag davor, dass eine Streikerlaubnis für die AMCU im Goldminensektor die Produzenten schwer treffen würde. Wie BusinessDay am Freitag mitteilte, würde eine anhaltende Arbeitsniederlegung im Goldsektor wesentlich schwerwiegendere Auswirkungen haben als im Platinsektor. Der Grund seien die allgemein niedrigeren Gewinnmargen. Am Freitag wolle die AMCU erneut vor Gericht gegen das Verbot vorgehen, laut dem die Arbeiter im Goldminensektor nicht für einen Mindestlohn von 12.500 Rand streiken dürften.
Während die Gewerkschaft am Donnerstag vor Gericht war, hätten sich die drei größten Platinproduzenten Südafrikas zum zweiten Mal mit einem Problemlösungsteam der Regierung getroffen, um die anhaltenden Streiks in diesem Sektor zu beenden. Da die AMCU noch keine Nachricht erhalten habe, sei es ungewiss, ob die Gespräche einen weiteren Tag dauern könnten.
Auch wenn die AMCU die Gespräche mit den Produzenten und die Bemühungen der Regierung als positiv ansehe, bestünde die Vermutung, dass die Gewerkschaft vor einer Einigung zunächst auf den Ausgang bezüglich einer Erlaubnis für Goldminenstreiks warten werde. In diesem Sektor wären die Gewinnmargen noch geringer als bei den Platinproduzenten, von denen fast die Hälfte schon vor dem anhaltenden Streik Verluste verzeichnet hätte. Daher wäre ein Streik im Goldsektor nahezu vernichtend und unmöglich über eine mit den Streiks bei den Platinminen vergleichbare Dauer auszuhalten.
Sollte die AMCU mit ihrem Widerspruch erfolgreich sein, könnte dies weitreichende Auswirkungen für die globale Goldsituation haben.
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