Transparenz bei der Preisbildung von Gold und Platin gefordert
27.05.2014 | GoldSeiten
Die Preisfindung bei Gold und Platin besorgt immer mehr Marktteilnehmer, besonders nach den bekanntgewordenen Kursmanipulationen durch Banken. In einem Artikel bei Mining Weekly weist Martin Creamer darauf hin, dass durch solche Manipulationen die wirtschaftlichen Existenzen von Bergleuten in Gefahr geraten, die Firmen weniger verdienen und auch der Staat weniger Steuern einnimmt.
Erst kürzlich war die britische Bank Barclays - sie kontrolliert auch die südafrikanische Bank ABSA - wegen Goldpreismanipulation zu einer Strafe von 26 Mio. Pfund verurteilt worden. Mining Weekly erhielt nun Mails, die eine ähnliche Manipulation beim Platin über Futures belegen sollen.
Auch der vor wenigen Wochen angekündigte Rücktritt der Deutschen Bank aus dem Goldfixing lässt Vermutungen ins Kraut schießen.
Bei diesen Unsicherheiten könnte eine andere Nachricht auf fruchtbaren Boden fallen, derzufolge China internationale Banken und Goldproduzenten aufruft, an einer globalen Goldbörse in Shanghai mitzuarbeiten. Laut "Wirtschaftsblatt.at" habe die SGE diese Woche von den Behörden grünes Licht für ein Aufbau einer internationalen Plattform bekommen.
Der Zug des Goldes zieht also weiter gen Osten und die Tage der Manipulation im Westen (Barclays ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein) sind gezählt.
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