Illegaler Goldabbau in Südafrika wächst rasant
26.04.2014 | GoldSeiten
Das Land um Südafrikas Hauptstadt Johannisburg ist übersät mit aufgegebenen Minenschächten. Diese würden hunderte arbeitslose Menschen aus dem Land selbst und den Nachbarländern anlocken, berichtete Mining.com am Donnerstag mit Verweis auf einen neuen Bericht von Bloomberg.
In der Hoffnung auf ein bisschen Gold, das möglicherweise noch in diesen Minen zu finden ist, würden einige Arbeiter oftmals wochenlang bei extrem gefährlichen Bedingungen untertage arbeiten. Und das Ergebnis sind schon mehrere Todesfälle.
Der jüngste Zwischenfall im Februar dieses Jahres habe mindestens 200 illegale Bergarbeiter untertage eingeschlossen. Die meisten hätten sich geweigert, herauszukommen, angesichts der zu erwartenden Haftstrafen. 2009 wären 80 illegale Arbeiter bei einem Untertagefeuer in der Harmony-Goldmine gestorben, im März 2012 seien mindestens 20 Arbeiter bei einem Einsturz einer geschlossenen Goldmine lebendig begraben worden.
Darüber hinaus wären Unfälle nicht das einzige lebensgefährlich Problem der illegalen Tätigkeiten. Gewalttaten von Gangs, Raubüberfälle und Prostitution würden ebenfalls ihre Opfer fordern, da sich die Minen zum Kriegsschauplatz rivalisierender Gangs entwickeln würden. Die Regierung schätze, dass etwa 14.000 Menschen am illegalen Abbau beteiligt wären in dem afrikanischen Land, das als viertgrößter Goldexporteur der Welt gilt.
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