Goldimportbeschränkungen in Indien könnten vorerst weiter bestehen
19.04.2014 | GoldSeiten
Die Regierung des derzeit nach China zweitgrößten Goldkonsumenten könnte entgegen der Hoffnung vieler Goldbullen vorerst an ihren Restriktionen im Hinblick auf die Goldeinfuhr des Landes festhalten, wie Bloomberg in dieser Woche unter Berufung auf die Aussage Rajesh Khoslas, Geschäftsführer von MMTC-PAMP India Pvt., meldete.
Zwar zeigt sich Khosla überzeugt, dass unter einem neuen Finanzminister eine Änderung der bestehenden 20/80-Regelung vorgenommen werden wird, welche derzeit den Re-Export von 20% des importierten Goldes vorsieht, jedoch sei eine Befreiung der Importe auf ein Niveau, das vor Erlass dieser Maßnahme bestand, unwahrscheinlich.
Damit könnte die Goldeinfuhr Indiens in diesem Finanzjahr erneut weit hinter dem bisherigen Rekord zurückbleiben, der mit 845 Tonnen im Jahr 2012/13 erreicht worden war. Khoslas Schätzung zufolge sei für die kommenden 12 Monate im Falle einer weiteren Beschränkung mit Goldimporten von insgesamt 650 bis 700 Tonnen zu rechnen.
Nachdem Gold zu fast 80% zum 87,8 Mrd. $ großen Leistungsbilanzdefizit beigetragen hatte, konnte dieses durch Maßnahmen seitens der Regierung, wie die schrittweise Erhöhung des Einfuhrzolls auf 10% und die 20/80-Regelung, binnen eines Jahres mehr als halbiert werden.
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