Kali-Aktien - Einstieg jetzt langsam sinnvoll?
02.12.2013 | Marc Nitzsche (Rohstoff-Trader)
Mittlerweile ist es rund sechs Jahre her, als Kali-Aktien in Sachen Geld-Anlage fast schon als der Weisheit letzter Schluss galten. Die unverhoffte Popularität der Branche ließ die Notierungen der betreffenden Anteils-Scheine zeitweilig in kaum für möglich gehaltene Höhen schnellen. Derzeit sind die Kurse der meisten Kali-Aktien - genau genommen - nur noch ein Schatten ihrer selbst, da der Markt in den kommenden Jahren ein massives Überangebot erwartet, welches weiteren Preis-Druck ausüben dürfte. Ganz so schlimm stellt sich die Situation nach Meinung einiger Experten allerdings nicht dar.
Rückläufiges Überangebot!
So erwarten die Auguren der amerikanischen Investment-Bank J.P. Morgan für 2014 einen weltweiten Gesamt-Kali-Ausstoß von rund 63 Millionen Tonnen, nachdem in diesem Jahr etwa 72,7 Millionen Tonnen abgebaut wurden. Zugleich soll die Nachfrage von zuletzt 52 auf 56 Millionen Tonnen anziehen, so dass der Primär-Überschuss von über 20 auf nur noch sieben Millionen Tonnen sinken dürfte. Insofern zeigen sich die Analysten zuversichtlich, dass sich die Kali-Preise und damit auch die Notierungen der Kali-Aktien mittel- bis längerfristig erkennbar erholen.
Kali-Aktien zu billig?!
Dies gilt umso mehr, als die Anteils-Scheine der Kali-Produzenten von der US-Großbank als deutlich zu billig angesehen werden. Und damit liegen die Amerikaner sicher nicht ganz falsch, zumindest sofern Kali sich tatsächlich signifikant verteuern sollte, womit nach der Veränderung der Aktionärs-Struktur bei Uralkali zu rechnen ist. Vor allem die nordamerikanischen Kali-Aktien wie z.B. Mosaic könnten sich wegen den günstigen Abbau-Kosten sogar verdoppeln.
© Marc Nitzsche
Chefredakteur Rohstoff-Trader
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