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Kupfer-Konzerne berichten über steigende Fördermengen

28.10.2013  |  Achim Wittmann (LBBW)

Hohe Zuwachsraten in der Minenförderung

Im Rahmen ihrer Quartalsberichterstattung haben die diversifizierten Minenkonzerne BHP Billiton, Rio Tinto und Anglo American hohe Wachstumsraten in der Kupferförderung ausgewiesen.

Auch der nach Codelco zweitgrößte Kupferproduzent Freeport Mc-Morran steigerte seine Förderung in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres um 11%. Große Minen wie Grasberg, Escondida oder Collahuasie, die im letzten Jahr von streik-und wetterbedingten Ausfällen betroffen waren, haben ihre Fördermengen im laufenden Jahr wieder deutlich hochgefahren.

Daneben hat mit Oyu Tolgoi in der Mongolei eine neue Minen mit erheblichen Kapazitäten die Produktion aufgenommen. Mit Blick auf die Ertragsseite der Konzernestehen angesichts der rückläufigen Preise derzeit Maßnahmen zur Kostensenkung im Vordergrund. Die Investitionen, die in diesem Jahr nochmals steigen dürften, sollen in den nächsten Jahren deutlich zurückgefahren werden.

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GeringereSteigerung der Hüttenproduktion

Die International Copper Study Group (ICSG) hat in der abgelaufenen Woche ihre Angebots- und Nachfragestatistik für den Zeitraum Januar bis Juli veröffentlicht. Demnach ist die Kupfer-Minenförderung in diesem Zeitintervall um 8,6% gestiegen. Im Juli betrug der Zu-wachs 9,2%.

Angesichts der oben beschriebenen Quartalsausweise der Minenkonzerne ist auch für die folgenden Monate mit einem deutlichen Zuwachs an Kupferkonzentraten zu rechnen. Die Produktion von raffiniertem Kupfer ist im Zeitraum Januar bis Juli Angaben der ICSG zufolge um 5,6% gestiegen. Das im Vergleich zur Minenproduktion geringere Wachstum dürfteauf temporäre Stillstände und umfassende Wartungsintervalle verschiedener Raffinerien zurückzuführen sein.

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Bei einer Nachfragesteigerung von 1,5% errechnet die ISCG für die ersten sieben Monate auf dem weltweiten Kupfermarkt ein Angebotsdefizit von 93.000 Tonnen, nach einem defizitären Angebot von 421.000 Tonnen für das Jahr 2012. Für das Gesamtjahr geht die ICSG von einem Angebotsüberschuss von 387.000 Tonnen aus. Die jüngste Marktumfrage von Reuters ergab eine durchschnittliche Prognose von 182.000 Tonnen.

Konsens ist nach wie vor, dass sich der Kupfermarkt in Richtung eines überschüssigen Angebotes entwickelt, das im nächsten Jahr weiter zunehmen dürfte.


© Achim Wittmann
Investmentanalyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



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