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Basismetalle: LME-Week

14.10.2013  |  Achim Wittmann (LBBW)

Lagerhausproblematik beherrscht die Foren

Die heute zu Ende gehende LME-Week in Londen ist das größte, alljährliche Branchentreffen in der Minen- und Metallindustrie. Obwohl nicht auf der offiziellen Agenda, bestimmte das Lagerhausthema Agenturberichten zufolge die Diskussionen. Die Verbraucher klagen über lange Auslieferungsfristen. Den Lagerhausbetreibern wird vorgeworfen, diese künstlich zu verlängern. Dabei verdienen die Betreiber an den Gebühren für die Lagerung der Metalle. Zugleich sinkt das Angebot auf den physischen Märkten, was die Prämien in der Vergangenheit steigen ließ.

Von hohen Prämien profitieren die Produzenten, die aufgrund der vergleichsweise niedrigen Preise, insbesondere für Nickel und Aluminium, unter erheblichen Ertragsproblemen leiden. So sind von dieser Seite auch tendenziell kritische Stimmen zu vernehmen, was mögliche Änderungen der LME-Regularien betrifft.

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Produzenten wie Rusal weisen darüber hinaus auf das Risiko einer niedrigeren Markttransparenz hin, sollten als Folge neuer Regelungen vermehrt Metalle in anderen nicht der LME zugehörigen Warenhäusern gelagert werden. Übereinstimmend sind dagegen die Forderungen der Marktteilnehmer nach einer größeren Transparenz was den Anteil der Kontrakte betrifft, die von Finanzinvestoren gehalten werden.

Die LME-Führung wird in ihrer nächsten Vorstandssitzung Ende Oktober über neue Regelungen bzw. Modifizierungen beraten. Mögliche Neuerungen könnten dann zum 01. April 2014 umgesetzt werden.

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Optimismus bezüglich chinesischer Nachfrage

Die Metallnachfrage Chinas wird sich den Marktakteuren zufolge im Gesamtjahr 2013 besser entwickelnals noch zur Jahresmitte angenommen. Auch für das nächste Jahr zeichnen sich positive Perspektiven ab. So gehen Prognosen großer Verbraucher und Produzenten für das Jahr 2014 von einer Steigerung der Kupfernach-frage um 5% bis 6% aus. Die wesentlichen Wachstumsimpulse sollen dabei die geplanten Investitionen in die Elektrizitätsversorgung und den Ausbau des Schienenverkehrs liefern.

Für steigende Importe von raffiniertem Kupfer spricht das derzeit knappe Angebot an Metallschrott. Bezüglich des Aluminiumverbrauchs wird mit Wachstumsraten von über 10% gerechnet. Verantwortlich dafür sollte insbesondere der weiterhin boomende Fahrzeugbau sein.

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© Achim Wittmann
Investmentanalyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



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