Ministerium macht sich Sorgen wegen Gazprom
04.09.2012 | EMFIS
Moskau - (www.emfis.com) - Das russische Ministerium für die Entwicklung der Innen- und Aussenwirtschaft ist alarmiert. Es fürchtet wegen der Entwicklung bei Schiefergas um die Marktposition des Gasriesen.
Wie lokale Medien mitteilten, beschäftige sich die Behörde ausführlich mir der Situation von Gazprom und möglichen Verschiebungen im internationalen Gasmarkt. Auch der Binnenmarkt werde für den Gasriesen zunehmend problematischer.
Für den Exportmarkt erwarte das Ministerium deutliche Veränderungen durch die baldige Verfügbarkeit von großen Mengen an Schiefergas, welches die nordamerikanischen Produzenten in absehbarer Zeit auf dem europäischen Gasmarkt anbieten möchten. Die Preisgestaltung von Gazprom werde dies voraussichtlich beeinflussen und die derzeitigen Preise entsprechend nicht zu halten sein. Sie würden demnach sinken. Daher sei die Firma von offizieller Seite aufgefordert worden, geplante Investitionen auf deren Notwendigkeit und Zweck zu überprüfen. Der gesamte Kostenblock soll auf den Prüfstand gestellt werden.
Novatek steigert den lokalen Marktanteil
Wie weiter mitgeteilt wurde, werde Gazprom auf dem heimischen Energiemarkt zunehmend von privater Konkurrenz bedrängt. Besonders Novatek jage Marktanteile ab. Erst kürzlich sei Eon Russia gewechselt von Gazprom zu dem kleineren Wettbewerber (EMFIS berichtete).