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Lukoil hofft auf Zugang zu russischen Off-Shore-Vorkommen

08.05.2012  |  EMFIS

Moskau - (www.emfis.com) - Bisher haben es russische unabhängige private Energie-Unternehmen bezüglich der Vergabe von Förder-Lizenzen in Russland eher schwer (Emfis berichtete). Nun hofft der russische Energie-Konzern Lukoil jedoch auf Besserung und erhofft sich einen möglichen Zugang zu Off-Shore-Lagerstätten in Russland.

Der kürzlich erfolgte Regierungswechsel in Russland schürt derzeit bei vielen Unternehmen und Investoren einige Hoffnungen bezüglich einer gelockerten staatlichen Kontrolle der dortigen Wirtschaft. So erhofft sich Lukoil nun Zugang zu den begehrten Tiefsee-Lagerstätten, denn die gesetzlichen Bestimmungen in Russland verhinderten dies bisher weitestgehend.


Ruf nach Gerechtigkeit

Denn bei der Vergabe der Förder-Lizenzen besteht bislang eine nicht unerhebliche Disbalance zwischen privaten und staatlich kontrollierten Konzernen. Da staatlich kontrollierte Unternehmen, an denen die Regierung mit mindestens 50 Prozent beteiligt ist, bislang in dieser Hinsicht fast schon mehr als bevorzugt wurden, werden die Rufe nach Gerechtigkeit derzeit immer lauter. Denn Lukoil möchte in den kommenden Jahren Zugang zu den Lagerstätten im russischen Kontinental-Schelf erhalten, wo noch große Öl-Vorkommen lagern. Zu den derzeitigen Verhandlungen bezüglich einer dahingehenden möglichen Zusammenarbeit mit Rosneft gab Lukoil jedoch bislang keinen Kommentar ab.

Ob sich Regierungschef Putin nun zu einer Lockerung bezüglich der Lizenz-Vergabe durchringen wird, muss derzeit abgewartet werden. Allerdings ließ allein die Hoffnung auf eine Änderung in dieser Hinsicht die Aktie von Lukoil leicht ansteigen. Für Lukoil wäre eine Genehmigung zur Off-Shore-Produktion äußerst vorteilhaft, da der Konzern bisher auf schwerer zugängliche Lagerstätten, welche sich zum Teil im Ausland befinden und die Produktion des schwarzen Goldes teilweise nicht ganz ungefährlich sind - wie beispielsweise im Irak - ausweichen muss. Daher dürfte eine diesbezügliche mögliche Änderung nicht nur Lukoil sondern auch seine Anleger freuen.