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Statoil bald an brasilianischer Tiefseeförderung beteiligt?

17.01.2012  |  EMFIS

RTE Stavanger - (www.emfis.com) - Der norwegische Erdöl-Konzern Statoil befindet sich seit geraumer Zeit auf der Suche nach neuen Öl-Produktions-Feldern. Brasilien scheint die Gesellschaft verstärkt zu interessieren, denn die Norweger möchten dort voraussichtlich in die Tiefsee-Förderung einsteigen.

Wie die Financial Times kürzlich mitteilte, möchte unter anderem Statoil das amerikanische Tochterunternehmen in Brasilien von Anadarko teilweise übernehmen. Die brasilianische Gesellschaft soll laut Zeitungsbericht einen Wert in Höhe von drei bis vier Milliarden Dollar aufweisen.


Drei sind keiner zu viel

Nun will das norwegische Unternehmen gemeinsam mit dem französischen Öl-Produzenten Total sowie dem dänischen Öl-Förderer Maersk für das auf Tiefsee-Förderung spezialisierte brasilianische Tochter-Unternehmen der Anadarko Petroleum Corp Gebote abgeben. Die Verkaufs-Abwicklung soll nach Möglichkeit bereits bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Aus diesem Grund beauftragte Anadarko Petroleum diverse Geldinstitute. Bereits im September vergangenen Jahres erhielten die Banken Morgan Stanley, Scotia Waterous sowie die Citigroup den Auftrag für den Verkauf.  

Die Erschließung neuer Öl-Lagerstätten hat für europäische Energie-Unternehmen eine hohe Priorität. Und Brasilien gilt als Land mit gewaltigen Ölvorkommen insbesondere vor der eigenen Küste. Die voraussichtliche Übernahme des brasilianischen Unternehmens  gemeinsam mit Total und Maersk erscheint äußerst sinnvoll, zumal die Gesellschaft auf Tiefsee-Förderung des schwarzen Goldes spezialisiert ist.