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Gazprom legt milliardenschwere Afrika-Projekte auf Eis

06.09.2011  |  EMFIS

RTE Abuja - (www.emfis.de) - Gazprom hat sich möglicherweise dazu entscheiden, seine umfangreichen Förder- und Pipeline-Projekte in Nigeria zunächst nicht weiter zu verfolgen. Dies meldete heute die nigerianische Tageszeitung "ThisDay" ohne Angabe ihrer Quellen.

Die für das afrikanische Land weitreichende Entscheidung sei demnach am Wochenende getroffen worden. Bereits zuvor hatte der russische Gasförderer erklärt, alle Vorhaben in Nigeria auf Eis legen zu wollen, bis die Regierung die geplante "Petroleum Industry Bill" verabschiedet habe. Diese Novelle soll unter anderem die Besitzverhältnisse bei künftigen Rohstoffförder-Kooperationen regeln.


Gewaltige Erdgas-Vorkommen

Das russische Unternehmen hatte ursprünglich geplant, bis zu 2,5 Milliarden Dollar in nigerianische Gasförderprojekte und in den Bau von Kraftwerken zu investieren. Unter anderem wollte der Konzern dort Flüssiggas für den nordamerikanischen Markt produzieren und einschiffen. Daneben war der Bau einer Pipeline vorgesehen, die Nigeria an die große Trans-Sahara-Pipeline angebunden hätte. 

Mit 5,3 Billionen Kubikmetern verfügt Nigeria über die weltweit siebtgrößten gesicherten Erdgas-Reserven. Experten vermuten, dass das Land sogar die drittgrößten Vorkommen weltweit haben dürfte, wenn die noch unerschlossenen Bestände mit einberechnet werden würden.