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Impala Platinum zerstreut Nationalisierungs-Ängste

30.06.2011  |  EMFIS

RTE Johannesburg - (www.emfis.com) - Hinsichtlich der gegenwärtig vor allem in Südafrika aber auch in einigen anderen Ländern des schwarzen Kontinents laufenden Nationalisierungs-Debatte bezüglich der Minen-Branche hat sich gestern der CEO von Impala Platinum David Brown zu Wort gemeldet und an Investoren "Beruhigungspillen" verteilt.

Seiner Einschätzung nach ist eine weitreichende Nationalisierung des Bergbau-Sektors keineswegs das erklärte Ziel der südafrikanischen Regierung. Genau genommen sind es eigentlich nur zwei Gruppen (das Black Economic Empowerment System und die Jugend-Liga des African National Kongresses), die diese Forderungen immer wieder erheben.


Südafrika auf ausländische Investitionen angewiesen

Dabei lassen sie die Verfechter der Nationalisierungslösung allerdings völlig außer Acht, dass Südafrika dringend auf ausländisches Kapital zur Hebung der noch vorhandenen Boden-Schätze zwingend angewiesen ist. Wie zwingend belegt folgendes Beispiel: In der Vergangenheit hatten diverse Minen-Gesellschaften immer wieder Anteile an Unternehmen veräußert, die ausschließlich von Farbigen kontrolliert werden. Resultat: Die entsprechenden Minen erreichten nicht einmal ansatzweise ihre Ziel-Vorgaben. Brown wies zudem darauf hin, dass die Unsicherheit der internationalen Investoren-Gemeinschaft bereits zu einer Abnahme des Kapitalflusses nach Südafrika geführt hat.

Es ist davon auszugehen, dass die südafrikanische Regierung diese Entwicklung ebenfalls bereits zur Kenntnis genommen hat. Von daher kann nicht mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass es die südafrikanischen Lagerstätten künftig ausschließlich im Eigentum von Südafrikanern stehen, was zu einer wenigstens teilweisen Enteignung der internationalen Konzerne führen würde.