Chinas Kohle-Aktien unter Druck - Preiskontrollen drohen
03.06.2011 | Rainer Hahn
RTE Hongkong - (www.emfis.com) - Angesichts der Stromknappheit in China gehörten die Aktien der Kohleminen-Betreiber in Hongkong in den vergangenen Wochen zu den Favoriten der Anleger. Dies änderte sich heute aber abrupt.
"Shanghai Securities News" berichteten heute, dass die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission derzeit prüfe, ob die hohen Preisschwankungen an den Spot-Märkten für Kohle stärker reguliert werden sollten. Unter den gegebenen Umständen musste dies von den Marktteilnehmern als Hinweis darauf verstanden werden, dass die Kommission wahrscheinlich gegen die jüngst gestiegenen Preise intervenieren und verschärfte Preiskontrollen einführen wolle. Bereits im vergangenen Jahr hatte die chinesische Regierung die Minengesellschaften dazu gedrängt, einen größeren Teil ihrer Lieferungen an die Kraftwerke in Verträgen mit langen Laufzeiten abzuwickeln (EMFIS berichtete).
Steigende Kohlepreise verschärfen den Strom-Engpass
Um dem derzeitigen Strommangel zu begegnen, und die Versorger zur Inbetriebnahme unrentabler Kohlemailer zu bewegen, hat die Regierung vor einigen Tagen eine Strompreiserhöhung genehmigt. Analysten hatten aber verschiedentlich davor gewarnt, dass dies umgehend weiter zu steigenden Kohlepreisen führen werde, die den erwarteten Effekt größtenteils zunichte machen dürften.
In Hongkong brachen Yanzhou Coal Mining heute um 6,2 Prozent auf 30,10 HK$ ein; China Shenhua Energy rutschten um 6,4 Prozent auf 35,80 HK$ ab; die Aktie von China Coal Energy verlor 2,7 Prozent auf 10,02 HK$.