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Schwacher Dollar treibt Gold und Öl nach oben

27.05.2011  |  Rainer Hahn

RTE New York - (www.emfis.com) - Die Edelmetall-Futures gingen zum Ende der Woche heute weiter nach oben.

Händler begründeten dies unter anderem mit dem schwachen Dollar und der insgesamt guten Stimmung an den Aktienmärkten, die die Anleger allgemein wieder in die Rohstoffklassen trieben. Das Handelsvolumen war allerdings wegen des bevorstehenden verlängerten Wochenendes relativ gering. Am Montag begehen die US-Amerikaner den Memorial Day.

Der August-Goldkontrakt lag zuletzt an der Comex 0,97 Prozent im Plus bei 1538 Dollar je Unze. Silber (Juni) verteuerte sich bislang um 1,7 Prozent auf 37,96 Dollar je Unze.

Analysten erklärten verschiedentlich, dass vor allem die Unruhen im Nahen Osten den Edelmetall-Preisen in den kommenden Wochen weiter Auftrieb verleihen könnten. Auch die Krise um europäische Schuldenstaaten wie Griechenland sei noch nicht ausgestanden. Risiko-averse Anleger sollten als "sicheren Hafen" allerdings Gold bevorzugen, da sich Silber zuletzt als volatil erwiesen habe, und nicht unbedingt von fundamentalen Faktoren gelenkt worden sei. 


Öl: OPEC könnte Förderung ausweiten

Auch die Öl-Futures wurden heute vom schwachen Dollar stimuliert. Allerdings ging dem Anstieg zum frühen Nachmittag hin dann wieder die Luft aus. Leichtöl der Sorte WTI lag zuletzt noch 0,15 Prozent im Plus bei 100,38 Dollar pro Barrel, nachdem der Kontrakt zuvor mühelos über die Marke von 101 Dollar geklettert war. Für eine gewisse Verunsicherung sorgte unter anderem ein Kommentar von JPMorgan. Das Finanzhaus hatte erklärt, dass die OPEC-Staaten durchaus Möglichkeiten für eine Ausweitung ihrer Produktion habe, und diese vermutlich demnächst auch nutzen werde. 

Relativ viel Aufmerksamkeit dürfte kommende Woche der Treibstoffverbrauch der amerikanischen Autofahrer während des Memorial-Day-Wochenendes auf sich ziehen. Das verlängerte Wochenende wird dort häufig zu langen Ausflügen genutzt.