MOL vom Handel ausgesetzt - verkauft Surgutneftegaz Anteile?
24.05.2011 | Rainer Hahn
RTE Budapest - (www.emfis.com) - Der Handel mit Aktien des ungarischen Öl- und Gaskonzerns MOL wurde heute Nachmittag an der Börse Budapest vorerst suspendiert. Dies geschah auf Wunsch des Unternehmens. Der Grund für die Handelsaussetzung wurde nicht mitgeteilt.
Allerdings hängt dies möglicherweise mit dem 21,2prozentigen Aktienpaket zusammen, das der russische Energieriese Surgutneftegaz an MOL hält. Die Nachrichtenagentur “Reuters“ meldete heute unter Berufung auf Informanten vor Ort, dass die ungarische Regierung möglicherweise dieses Aktienpaket erwerben werde. Die Anteile in Besitz von Surgutneftegaz verfügen derzeit über einen Marktwert von umgerechnet rund 2,7 Milliarden Dollar.
Regierung könnte bei MOL einsteigen
Die besagten Anteile an MOL stammten ursprünglich aus dem Besitz der österreichischen Ölgesellschaft OMV, die die Papiere 2009 an Surgutneftegaz verkauft hat. Laut “Reuters“ habe MOL in der Folgezeit mehrmals erklärt, dass man dort den Einstieg des russischen Konzerns als “feindlich“ betrachte. Zudem habe Ungarns Regierung im vergangenen Jahr durchblicken lassen, dass sich das Problem mit der Übernahme des Pakets durch den ungarischen Staat beilegen lassen würde.