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Griechenland-Probleme: Gold und Silber steigen - Öl schwächer

10.05.2011  |  Rainer Hahn

RTE New York - (www.emfis.com) - Die Gold- und Silbernotierungen zeigten sich heute nach den verheerenden Abschlägen in der vergangenen Woche erneut erholt. Händler begründeten dies mit Wiedereindeckungen einiger Marktteilnehmer, aber auch mit den fortgesetzten Unsicherheiten in Bezug auf die Euro-Zone, wo die Schwierigkeiten Griechenlands derzeit wieder in den Blickpunkt gerückt sind. 

Der Gold-Juni-Kontrakt lag an der Comex zuletzt 0,58 Prozent im Plus bei 1511,90 Dollar je Unze. Bislang lag er damit den dritten Handelstag in Folge im Plus. Die Ratingagentur Standard & Poor´s hatte zuvor die Verbindlichkeiten Griechenlands von "BB-" auf "B" abgestuft, und erklärt, dass eine Restrukturierung der griechischen Schulden wahrscheinlicher werde. Dies führte zu einer Rückkehr der Anleger in den vermeintlich sicheren Hafen Gold. 


Silber: Schon wieder einsteigen?

Die Silber-Notierungen zogen noch deutlicher an. Der Juli-Future verteuerte sich heute bislang um 3,3 Prozent auf 38,36 Dollar pro Unze. Silber war in der vergangenen Woche besonders stark unter Druck geraten. Nachdem sich gestern allerdings eine Stabilisierung abzeichnete, raten die ersten Analysten hier bereits wieder zum Einstieg.  


Gewinnmitnahmen beim Rohöl


Die Ölnotierungen tendierten heute nach dem deutlichen gestrigen Anstieg zunächst spürbar nach unten. Neben den Gewinnmitnahmen - die zu erwarten gewesen waren - belastete zusätzlich auch die Tatsache, dass die CME angekündigt hatte, ihre Margin-Anforderungen auch für den Handel mit Rohölkontrakten nochmals zu erhöhen. Zwischenzeitlich arbeitete sich der Juni-Kontrakt aber wieder an den gestrigen Schlussstand heran; er lag zuletzt noch 0,2 Prozent im Minus bei 102,37 Dollar pro Barrel der Sorte WTI.