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North Bay Resources Inc. - Gold-Zwerg mit Vervielfachungspotential!

22.03.2011  |  Jan Kneist (Metals & Mining Consult)

Wer hat sie nicht gern, Minenaktien, die man zu einem Spottpreis kaufen kann und die dennoch alles andere als wertlos sind. Im herbstlichen Crash von 2008 gab es solche Chancen massenhaft, doch nur wenige griffen damals zu und aktuell haben die Erholung der Weltwirtschaft und die wegen der finanzpolitischen “Lockerungen“ geradezu durch die Decke gehenden Gold- und Silberpreise solche Chancen für den wagemutigen Spekulanten selten gemacht. Mitunter läuft einem aber dennoch eine solche Gelegenheit über den Weg. Dieses kleine Unternehmen hat eine Option auf eine kalifornische Goldmine geschlossen, die in der Vergangenheit phänomenale Goldnuggets hervorbrachte, der größte 201 Unzen schwer. Einige dieser Nuggets können in Museen bestaunt werden.

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Die Mine lieferte seit den Zeiten des kalifornischen Goldrauschs Mitte des 19. Jahrhunderts ca. 250.000 Unzen Gold, wobei sie wegen der langen Zeit niedriger Goldpreise nicht durchgehend in Betrieb war. Zuletzt wurde hier Mitte der 1990er Jahre Gold gewonnen, die Preise waren aber zu niedrig, so dass man in den Wartungszustand übergehen musste. Besagte Ruby Mine ist voll genehmigt, was in den USA ein immenser Vorteil ist. Die Anlagen des letzten Betreibers sind in gutem Zustand und besitzen einen Wiederbeschaffungswert von ca. 3,5 Mio. US$.

Im Sommer 2011 soll die Ruby Goldmine wieder in Betrieb gehen und nach einigen Monaten Anlaufphase ca. 1000 Unzen pro Monat liefern, eine spätere Erweiterung auf 2000 oz ist vorgesehen. Man mag einwenden: Was sind 1000 Unzen monatlich bzw. 12.000 im Jahr, wenn andere Firmen ein Mehrfaches liefern? Die Frage ist mehr als berechtigt, nur relativiert sie sich, bedenkt man, dass bei diesem Unternehmen einem möglichen Umsatz von 16,8 Mio. USD (12.000 oz a 1.400 USD/oz) und sicherlich zu erwartenden guten Gewinnen ein BÖRSENWERT von unter 5 Mio. USD gegenübersteht! Jetzt wird vielleicht klar, warum dieses Unternehmen tatsächlich die Chance auf hohe Kursgewinne bietet. Weil es fast völlig unbekannt ist!

Die Goldmine ist jedoch nicht das einzige Asset des kleinen Unternehmens - es verfügt noch über zahlreiche Explorationsprojekte in Britisch Columbia, die hervorragende historische Proben von Gold, Silber, PGM, Seltenen Erden etc. besitzen, aber lange keiner modernen Exploration unterzogen wurden. Zwei davon sind gerade in Jointventures, wo die Partner Silver Quest Resources (beim Fawn Projekt) und Lincoln Resources Inc. (beim Coronation Goldprojekt) ca. 3 Mio. US$ zu investieren und North Bay Optionszahlungen zu leisten haben. Weitere JV´s sind in Verhandlung und man kann nur ahnen, was hier noch zu heben ist, wenn Mittel für weitere Arbeiten verfügbar werden. Und genau das war bisher der wunde Punkt - keine Mittel.





Hintergrund

North Bay Resources Inc. wurde in seiner heutigen Form 2006 aufgestellt. Es war zuvor ein Unternehmen in der Medienindustrie, das sich mit neuem Management dem Ressourcensektor zuwandte. Der heutige CEO des Unternehmens, Perry Leopold, entwickelte das sogenannte generative Geschäftsmodell, das schon frühzeitig Erlöse aus den Projekten bringen soll, auch wenn diese noch nicht in Produktion sind. Auf diese Weise soll die Verwässerung auf ein Minimum beschränkt werden. Dieses Geschäftsmodell wurde Anfang Oktober 2010 mit dem Erwerb der Kaufoption der Ruby Goldmine erweitert. Mittels einer Eigenkapital-Kreditlinie von Tangiers Investors, LP über 5 Mio. US$ und einem Kredit aus dem EB-5 Greencard-Programm über 7,5 Mio. US$ sollen die Mine erworben, in Betrieb genommen und weitere Übernahmen durchgeführt werden. Mit der Ruby Mine ist man jetzt dabei, sich ein früher sehr ertragreiches Asset zu einem sehr günstigen Preis zu sichern.


Die Ruby Goldmine

Die Ruby Goldmine liegt in Sierra County, Kalifornien, zwischen Downieville und Forest City in einer waldreichen Gegend. Sie umfasst eine Gesamtfläche von 1755 Morgen (710 ha) an patentierten und unpatentierten Claims. Die Mine hat eine bewegte Geschichte hinter sich, die mit dem großen kalifornischen Goldrausch um 1850 begann. Das gewonnene Gold in der Gegend stammt aus tertiären Schotterlagerstätten, die man einem überlagerten vorzeitlichen Fluss-System zuordnet. In den 1860er Jahren wurden in der Nähe des heutigen Ruby Projekts mehrere Minen zum Abbau dieser Schotterschichten errichtet. Da sich Ruby im zentralen Teil dieser goldhaltigen Schotter befand, wurde hier 1880 ein Portal angelegt.

Zwischen 1880 und 1889 produzierte die Ruby Mine dann 86.500 oz Gold aus diesen Flusskanälen. Das Interesse am Abbau dieser Kanäle ließ nach, da auch reiche Goldadern gefunden wurden. Anfang der 1930er wurde der Goldpreis per Dekret hochgesetzt und das Interesse an diesen Goldlagerstätten lebte wieder auf. C.L. Best, der Mitgründer von Caterpillar, erwarb die Ruby Mine und produzierte ca. 58.000 oz, bis die Minen im 2. Weltkrieg wiederum geschlossen werden mussten. Nach dem Krieg stiegen die Kosten rasant, Gold war aber weiter bei 35 US$/oz fixiert, der Abbau unrentabel. Die Ruby Development Company pachtete das Projekt 1959 und kaufte es 1966. Die Pächter arbeiten in den folgenden Jahren vom Lawry Schacht aus am Black Kanal.

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Die Brush Creek Mining and Development Company pachtete Ruby 1990, führte bis 1995 umfangreiche Instandsetzungsarbeiten durch, baute und erweiterte die Minenstollen, die Ventilation etc. und errichtete eine neue Waschanlage und Quarzmühle. Bis 30. Juni 1997 wurden so 4,55 Mio. US$ investiert. Dennoch war die Produktion wegen des niedrigen Goldpreises gering, zuletzt wurde 1998 geringfügig abgebaut. Letztendlich ging Brush Creek bankrott und das Projekt fiel zurück an die Ruby Development Company (RDC), die es bis zum heutigen Tage im Wartungszustand hält. Ein Goldpreis von aktuell 1.400 US$ macht die historischen Minen wieder höchst interessant. North Bay Resources sicherte sich die Kaufoption im Oktober 2010 und wird in den kommenden Monaten die Vorbereitungen für den Minenbetrieb durchführen. Da die Finanzmittel bisher immer der wunde Punkt waren, wird die Sicherstellung der Mittel für North Bay der “Kicker“ werden.





Finanzierungsvorhaben im Detail

Für die Mine hat North Bay an RDC 2,5 Mio. US$ in Raten bis zum 30. Dezember 2012 zu zahlen. Erste Zahlungen über 50.000 US$ und 10 Mio. Aktien (bewertet mit 150.000 US$) wurden noch 2010 geleistet. Bis zum 30. Juni 2011 muss sich North Bay endgültig entscheiden, ob sie die Option ausüben wollen. Von Februar bis Juni 2011 hat North Bay 140.000 US$ zu zahlen und anschließend 85.000 US$ pro Monat, bis die 2,5 Mio. komplett bezahlt sind. Die bisherigen Optionszahlungen und Aktien werden auf den Kaufpreis voll angerechnet, die offenen Beträge verzinsen sich mit 3%. Woher kommt das Geld?

North Bay greift beim Kauf und der Inbetriebnahme der Ruby Goldmine auf zwei Quellen zurück – einen Aktienkredit über 5 Mio. US$ des kalifornischen Unternehmens Tangiers Investors, LP, Tochterfirma von Tangiers Capital, LLC (www.acgcompanies.com/tangiersfund.html) und eine 7,5 Mio. US$ Kreditlinie über das EB-5 Programm. Der 5 Mio. Kredit steht schon zur Verfügung, die Zusage für EB-5 erwartet man jederzeit. Tangiers´ Linie dient primär der Sicherstellung der Optionszahlungen für die Ruby Mine. Die 50.000 US$ von 2010 zahlte North Bay mittels einer Wandelanleihe von Tangiers (Wandlungspreis ist der 10-tägige niedrigste gehandelte Kurs der Aktien).

Die 5 Mio. US$ Aktien-Kreditlinie funktioniert ähnlich und dient als Brückenfinanzierung, bis der EB-5 Kredit zur Verfügung steht. Will North Bay auf den Kredit zugreifen, dann ist für jede maximal 100.000 US$ hohe Tranche innerhalb von 10 Tagen 90% des niedrigsten 5-tägigen Durchschnittskurses vor der entsprechenden Ankündigung anzusetzen. Je höher der Aktienkurs, umso geringer also die Verwässerung für North Bay. Insgesamt hat North Bay dafür 19,73 Mio. Aktien reserviert, da die Linie aber nur als Zwischenkredit für die EB-5 Finanzierung dient, ist es sehr wahrscheinlich, dass nur ein Bruchteil dieser Aktien tatsächlich ausgegeben wird. Werden die bis Juni fälligen 140.000 US$ auf diese Weise beschafft, sind zum aktuellen Kurs von ca. 0,06 US$ 2,33 Mio. Aktien auszugeben.

Die Hauptkomponente der ganzen Finanzierung stellt aber das EB-5 Programm dar. Es ist ein Bundesprogramm aus dem Jahr 1990, bei dem private Investoren aus dem Ausland Gelder in neue Unternehmungen in den USA investieren und dafür eine permanente Aufenthaltserlaubnis bekommen. Die Einlagen pro Person betragen 500.000 bis 1 Mio. US$. Das Programm wird vom United Staates Citizenship and Immigration Services (US Behörde für Staatsangehörigkeit und Einwanderung, “USCIS“) verwaltet. Seit Gründung wurde über dieses Programm mehr als 1 Mrd. US$ investiert. Ein von der USCIS anerkanntes “Regionalzentrum“ ist eine wirtschaftliche Einheit, die sich dem Wirtschafswachstum und der Schaffung von Arbeitsplätzen verschrieben hat.

North Bay hat zusammen mit ACG Consulting den Antrag auf die Schaffung eines neuen Regionalzentrums in Nord-Kalifornien gestellt, das sich der Förderung des Bergbaus widmen soll. Auf diese Weise will North Bay weitere historische Minen erwerben und erneut in Produktion nehmen. Bis dieses neue Zentrum genehmigt ist und Mittel aus dem EB-5 vergeben kann, will man aber zur Beschleunigung der Wieder-Inbetriebnahme der Ruby Mine auf ein bestehendes Zentrum zurückgreifen - das Northern California Regional Center, LLC (“NCRC“). NCRC hat zugestimmt, auch Minenprojekte unter dem EB-5 Programm zu betreuen und North Bay hat im Januar 2011 alle nötigen Dokumente eingereicht.

Es fehlt nur noch die Bestätigung der USCIS für eine geographische Erweiterung des Regionalzentrums. Wenn hier grünes Licht kommt, können die Mittel (nach Prüfung der Antragsteller durch das Heimatschutzministerium) fließen und nach Aussagen von North Bay stehen besonders Chinesen bereit, die auf diese Weise US Bürger werden wollen. Sind die EB-5 Mittel verfügbar, ist keine weitere Aktienausgabe an Tangiers mehr notwendig. Der EB-5 Kredit verwässert NICHT das Aktienkapital, er läuft über 5 Jahre und wird aus den Nettogewinnen der Ruby Mine zurückgeführt, die offenen Beträge verzinsen sich mit maximal 6%. Bis 3 Mio. Kredit zurückgezahlt sind, müssen 80% des Nettogewinns zur Tilgung genommen werden, anschließend 70% bis zur kompletten Rückzahlung.


Minenbetrieb

Zum Betrieb der Ruby Mine wurde eine neue Betreibergesellschaft gegründet, die Ruby Gold LLC, an der North Bay 60% und ACG 40% halten. Entsprechend werden auch die Gewinne verteilt, abzüglich 0,75% für Tangiers und 1,5% für das NCRC, also 58,65% der Nettogewinne sind für North Bay.

Mit den 7,5 Mio. US$ wird der Rest des Kaufpreises für die Ruby Mine geleistet und werden die Inbetriebnahme und die Lohnzahlungen in der Anfangsphase bestritten. North Bay kalkuliert hier bewusst konservativ. Man will mit einer Mannschaft von 15-20 beginnen und am Ende des ersten Betriebsjahres 45 erreichen, am Ende des 2. Jahres ca. 60 Mann. Am Ende des 1. Jahres soll die Produktion 1.000 oz pro Monat erreichen, ein Jahr später 2.000 oz. Man wird dafür die bekannten Flusskanäle abbauen.





Bewertung

Um das Gewinn- und damit Kurspotential von North Bay zu bestimmen, müssen einige Annahmen getroffen werden.

• 1. Die offenen Genehmigungen durch USCIS werden bis Ende Mai erteilt, 4 Mio. EB-5 werden im August abgerufen, davon werden 2 Mio. in den Minenkauf und 2 Mio. in Instandsetzungen investiert.

• 2. Optionszahlungen über 215.000 US$ bis Ende Juli werden über Tangiers durch Aktien zu 0,07 US$ (3,58 Mio. Stück) finanziert

• 3. 15 Bergleute und ein Mineningenieur werden ab August beschäftigt (5-8.000 US$ pro Monat pro Person), um 5 Personen alle paar Monate anwachsend, 30 Mann ab Nov. 2011, 60 ab Juli 2013.

• 4. Ab 2012 sind die Personalkosten (2012: 3,4 Mio. und 2013: 4,5 Mio. US$) und weitere Kosten (Abschreibung etc.) Teil der totalen Kosten.

• 5. Die erste Goldproduktion findet im November mit 300 oz statt, dann monatlich um 100 oz anwachsend, 1000 oz ab Juni 2012, 2000 oz ab Juli 2013.

• 6. Der Goldpreis wird mit 1400 US$/oz fix angenommen.

• 7. Zins- und Tilgungsverrechnung am Jahresende, Zinsen mindern Nettogewinn

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Es wird ersichtlich, dass in den ersten Jahren wegen der Kreditrückzahlung nur ein geringer Gewinn für North Bay bleibt. Man darf aber nicht vergessen, dass es ohne diesen Kredit überhaupt keinen Gewinn geben würde und keine weitere Verwässerung des Aktienkapitals stattfindet. Der Einfachheit halber wird mit einer Aktienanzahl von 100 Mio. Stück gerechnet, was Tangiers mit einrechnet und auch Warrantausübungen durch RDC.

Alle getroffenen Annahmen sind sehr vorsichtig! Die Produktion kann früher beginnen und schneller hochgefahren werden, der Goldpreis kann wesentlich höher liegen, die totalen Kosten entsprechend niedriger. Dennoch ergibt sich schon mit diesen Annahmen ein hohes Kurspotential.


Zusammenfassung:

• North Bay erwirbt eine Mine in gutem Zustand mit Anlagen mit einem Wiederbeschaffungswert von 3,5 Mio. US$ für 2,5 Mio. US$.

• Die Mine ist trocken, voll genehmigt und bekannt für große Nuggets, die Ressourcen werden auf 500.000 oz (nicht NI 43-101 konform) geschätzt.

• Qualifiziertes Personal ist problemlos zu bekommen.

• Das Venturekapital-Unternehmen Tangiers Investors stellt eine Brückenfinanzierung bereit und wird ein Großaktionär.

• Eine nicht verwässernde Festzins-Finanzierung mit ACG für das EB-5 Programm steht unmittelbar vor der abschließenden Genehmigung.

• Extrem niedriger Börsenwert, geringer Aktienfloat mit 58,35 Mio. Stück.


Fazit

North Bay bietet eine Story, die nicht alltäglich ist und die sehr hohe Kursgewinne verspricht. Sicherlich ist die finale Genehmigung für die Erweiterung des NCRC noch nicht eingegangen, aber eine Ablehnung ist sehr unwahrscheinlich - man denke an den Arbeitsmarkt in Kalifornien - und falls sie doch erfolgt, dann bliebe noch immer das von North Bay und ACG zu gründende eigene neue Regionalzentrum oder der Eigenkapital-Kredit von Tangiers, der für den Minenkauf und die Produktionsaufnahme unter Inkaufnahme höherer Verwässerung ausreicht.

Mutige Investoren greifen beim aktuellen Kurs mit Limit-Orders am OTC Markz (noch kein Handel in Deutschland möglich) zu. Wer etwas risikoscheuer ist, wartet, bis die NCRC Genehmigung vorliegt. Da üblicherweise im Kurs schon die Gewinne der nächsten Jahre eingepreist werden, kann North Bay bis Herbst-Winter dieses Jahres durchaus bei 0,25 bis 0,40 US$ je Aktie notieren, natürlich abhängig vom Unternehmensfortschritt. Längerfristig ist sogar sehr viel mehr drin, positive Überraschungen der Explorationsprojekte in B.C. und weitere Minenerwerbe in Kalifornien nicht eingerechnet! Eine Gelegenheit, ganz früh dabei zu sein.


© Jan Kneist
Metals & Mining Consult Ltd.



Hinweis gemäß § 34 WpHG: Mitarbeiter und Redakteure der Metals & Mining Consult Ltd. halten folgende in dieser Ausgabe/Artikel besprochenen Wertpapiere: North Bay Resources Inc.