Der Kupferpreis legt auch im neuen Jahr weiter zu
04.01.2011 | Rainer Hahn
RTE Stuttgart - (www.rohstoffe-go.de) - Ein weiteres zwischenzeitliches Rekordhoch erreichte der Kupferpreis im frühen Handel in London und folgte damit einer Rallye in New York, wo in der vorangegangenen ein neues Allzeithoch erreicht wurde. Auslöser waren positive Daten aus der verarbeitenden Industrie weltweit.
Der Kupferpreis an der London Metal Exchange (LME) stieg zwischezeitlich bis auf 9.728 USD pro Tonne, nachdem er am Freitag noch bei rund 9.600 USD notiert hatte. Aktuell kostet eine Tonne des roten Metalls 9.671 Dollar. In Shanghai kostet die Tonne Kupfer derzeit 72.090 Yuan, während zuvor ein 43-Monatshoch von 72.460 Yuan erreicht worden war.
Experten hatten für 2011 schon im letzten Jahr ein Angebotsdefizit im Kupfermarkt prognostiziert. Nun erwartet man auf Grund aktueller Ereignisse, dass sich dieses Defizit noch ausweitet. Analysten hatten mit niedrigeren Erzgehalten in der Kupferminenproduktion gerechnet, doch nun kamen Probleme auf der größten Kupfermine der Welt Collahuasi in Chile, Verzögerungen bei der Genehmigung von Minen in Peru sowie die wahrscheinliche Einführung von mit Kupfer unterlegten börsengehandelten Fonds hinzu. Die Frage steht im Raum, woher die benötigte Menge Kupfer nun kommen soll.
Denn jüngste Daten zeigten, dass die verarbeitende Industrie in den Vereinigten Staaten und Europa im Dezember schneller wuchs, während das Wachstum in China und Indien auf ein tragfähigeres Niveau zurückging, was den Ausblick für die zukünftige Entwicklung der Weltwirtschaft und damit den Kupferverbrauch verbessert. Die aktuellen Daten zu den Einkaufsmanagerindizes zeigten eine Beschleunigung des Wachstums auf Grund eines deutlichen Anstiegs neuer Aufträge in Europa und den USA, während ein robustes, sich aber verlangsamendes Wachstum in China und Indien Sorgen um einen Anstieg der Inflation und eine nicht mehr so lockere Geldpolitik besänftigten.
Und so investierten wieder mehr Anleger in riskantere, stärker an der Entwicklung der Weltwirtschaft orientierte Rohstoffe wie Kupfer, in der Annahme, dass die Nachfrage bei den größten Verbrauchern des roten Metalls stabil bleiben werde.
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