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Seltene Erden - Japan hat eine erste Antwort

03.01.2011  |  Rainer Hahn

RTE Stuttgart - (www.rohstoffe-go.de) - Forschern in Japan ist es erstmals gelungen, eine Seltene Erde auf künstlichem Wege herzustellen. Doch bis zur kommerziellen Nutzung ist es noch ein weiter Weg.

Die Vormacht von China im Bereich der Seltenen Erden könnte auf nicht erwartetem Wege ein Ende finden. Forscher der Universität von Kyoto in Japan haben erstmals eine Seltene Erde auf künstlichem Wege erzeugt. Mit Hilfe der Nanotechnologie ist dabei eine Legierung entstanden, die ähnliche Eigenschaften wie die Seltene Erde Palladium aufweist. So kann Wasserstoff in der Legierung gespeichert werden. Diese Eigenschaften hat auch Palladium. Sie ist wichtig beim Einsatz in Katalysatoren.

Beim Entstehen der Legierung haben die Forscher Wasser, Rhodium und Silber sowie Alkohol eingesetzt. Weder Rhodium noch Silber können Wasserstoff einlagern, die entstandene Legierung ist dazu jedoch in der Lage.

Bis die Legierung wirtschaftlich eingesetzt werden kann und als mögliches Substitut für Palladium dienen kann, ist es jedoch noch ein weiter Weg, das Forscherteam steht erst am Anfang seiner Arbeiten. Man ist jedoch in engem Kontakt mit Autoherstellern. Die Industrie hat nach den jüngsten Restriktionen Chinas beim Export von Seltenen Erden ein gesteigertes Interesse dran, die benötigten Rohstoffe auf anderem Wege zu erhalten. Ob sie dabei aus dem Erdboden geholt werden oder im Labor entstehen, ist zweitrangig.



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