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Laos / Thailand Energiesymposium, neue Wasserkaftwerke in Laos

07.09.2007  |  Rainer Hahn

RTE Vientiane / Bangkok - (www.emfis.com) - Der laotische Energieminister Bosaykham Vongdara, welcher zu einem Energiesymposium in Bangkok weilt teilte mit, dass sein Land den Aufbau neuer Wasserkraftwerke verstärkt vorantreiben will.

Laos, eines der ärmsten Länder Südost - Asiens, erwirtschaftet 30 Prozent seiner Einnahmen über den Verkauf von Energie aus seinen neun Wasserkraftwerken. Der größte Teil davon wird nach Thailand geliefert. Von hier besteht auch eine weiter wachsende Nachfrage nach Energie. Die thailändische Regierung sicherte Laos bei dem Bau neuer Kraftwerke finanzielle Unterstützung zu.

Thailand sichert zurzeit 70 Prozent seines Energiebedarfs durch Gas ab. Der Rest kommt aus Kohle, Öl und Wasserkraft. Thailands Energieminister Piyasvasti Amranand teilte auf dem Symposium mit, dass sein Land über weitere Wege der Energiegewinnung nachdenke. Man wird nicht um Kernkraft herum kommen, so Piyasvasti. Es ist beabsichtigt in der nächsten Dekade das erste Atomkraftwerk aufzubauen, um damit etwas von dem steigenden Energiehunger abfangen zu können.

Laos plant in den kommenden 5 Jahren den Bau von weiteren neun Wasserkraftwerken. Dazu gehört aus das Projekt Nam Theun 2. Dieses hat für sich ein Investitionsvolumen von 1,45 Mrd. US Dollar und wird durch die Weltbank unterstützt. Hier machen aber bereits Umweltschützer auf erhebliche negative Umwelteinflüsse aufmerksam. Neben der Abholzung von Wäldern und Vernichtung von Ackerland, sind tausende von Menschen gefährdet.

Die neuen Kraftwerke sollen nach Fertigstellung eine Gesamtkapazität von 3,075 MW erreichen. Zum Vergleich, die jetzt arbeitenden neun Kraftwerke schaffen 700 MW.